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Megatrend Folger: Alphabet – der Free‑Cashflow‑Schock verdeckt den eigentlichen KI‑Hebel

Megatrend Folger: Alphabet – der Free‑Cashflow‑Schock verdeckt den eigentlichen KI‑Hebel
Foto: picture alliance/ Hasan Bratic
Alphabet Inc - %
Stefan Sommer Heute, 15:20 ‧ Stefan Sommer
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Alphabet hat mit einem negativen freien Cashflow von 9,1 Milliarden Dollar für Verunsicherung gesorgt. Auf den ersten Blick sieht das nach einem klaren Warnsignal aus. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt einen Punkt, der in der Diskussion bislang zu kurz kommt: Ein Teil des Cashflow-Drucks entsteht nicht nur durch Rechenzentren, sondern durch den Aufbau eines völlig neuen Infrastrukturgeschäfts.

  • Alphabet investiert 2026 bis zu 205 Milliarden Dollar in neue Kapazitäten.
  • Google Cloud hat seinen Umsatz zuletzt mehr als verdoppelt.
  • Der Cloud-Auftragsbestand liegt inzwischen bei 561 Milliarden Dollar.

Damit verändert sich die Qualität der Ausgaben. Alphabet finanziert nicht einfach nur höhere laufende Kosten, sondern baut Kapazitäten und sogar eigene KI-Hardware auf, die in den kommenden Jahren zusätzliche Umsätze erzeugen sollen.

Der unterschätzte Punkt: Alphabet baut Inventar für eigene TPUs auf

Ein Detail aus den Zahlen ist besonders interessant: Alphabet kauft nicht nur Server und Netzwerkkomponenten für die eigene Cloud, sondern baut inzwischen auch Inventar für eigene Tensor Processing Units auf, die an Kunden verkauft werden.

Das bindet heute Kapital, bevor der entsprechende Umsatz später realisiert wird. Der negative Free Cashflow ist damit teilweise eine Folge davon, dass Alphabet von einem reinen Nutzer eigener KI-Chips zunehmend auch zu einem Anbieter eigener Infrastruktur wird.

Genau hier könnte langfristig ein zusätzlicher Hebel liegen. Google Cloud konkurriert nicht nur mit AWS und Azure um Rechenleistung, sondern kann Kunden mit eigenen TPUs eine Alternative zu klassischen GPU-Infrastrukturen anbieten.

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Quelle: Boersenmedien AG

561 Milliarden Dollar warten auf Umsetzung

Noch wichtiger ist der enorme Auftragsbestand von Google Cloud.

Dieser liegt inzwischen bei 561 Milliarden Dollar. Mehr als die Hälfte davon soll innerhalb der kommenden zwei Jahre als Umsatz realisiert werden. Gleichzeitig stieg der Cloud-Umsatz zuletzt um 103 Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar.

Das verändert die Perspektive auf die hohen Investitionen deutlich.

Wenn Alphabet heute Milliarden in Rechenzentren, Chips und Netzwerke steckt, steht auf der anderen Seite bereits ein gewaltiger vertraglich gebundener Nachfrageberg. Der Markt sieht aktuell vor allem den Cash-Abfluss. Weniger Beachtung findet, wie viel zukünftiger Umsatz bereits im System steckt.

Alphabet (A) (WKN: A14Y6F)

Auch Search liefert ein interessantes Signal

Zusätzlich wird die Entwicklung der Google-Suche häufig zu negativ interpretiert.

Search-Umsätze lagen zwar leicht unter den Erwartungen, wuchsen aber weiterhin zweistellig. Gleichzeitig meldete Alphabet eine Milliarde Nutzer für Gemini, und Suchanfragen im AI Mode sind laut Unternehmen rund dreimal länger als klassische Suchanfragen.

Längere Interaktionen bedeuten zunächst höhere Rechenkosten. Langfristig eröffnen sie aber auch zusätzliche Möglichkeiten für Werbung, Shopping, Empfehlungen und neue Bezahlmodelle.

Genau darin liegt die eigentliche Wette: Alphabet akzeptiert heute höhere Kosten, um die nächste Generation seiner wichtigsten Plattform aufzubauen.

Der Cashflow fällt – der wirtschaftliche Wert muss es nicht

Der negative Free Cashflow ist nicht irrelevant. Alphabet muss beweisen, dass die enormen KI-Investitionen langfristig attraktive Renditen liefern.

Aber die reine Zahl von minus 9,1 Milliarden Dollar greift zu kurz. Allein 5,2 Milliarden Dollar entfielen auf eine einmalige EU-Zahlung. Gleichzeitig baut Alphabet TPU-Inventar auf, Google Cloud wächst dreistellig und der Auftragsbestand ist auf 561 Milliarden Dollar angeschwollen.

Für den Megatrend Folger bleibt Alphabet deshalb ein zentraler Plattformwert. Entscheidend ist jetzt weniger, wie stark der Free Cashflow kurzfristig schwankt, sondern ob Google die heutigen Milliardeninvestitionen in den kommenden Jahren in Cloud-Umsätze, KI-Erlöse und neue Margen übersetzen kann. 

Wie man langfristig in Megatrend-Aktien wie Alphabet investiert und dabei sogar noch mehr herausholt erfahren sie im Megatrend Folger.

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Quelle: BMAG

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