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09.03.2022 Marion Schlegel

Mainz Biomed mit kräftigem Kurssprung – erklärtes Ziel: „Führender Anbieter"

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Mainz Biomed

Das Mainzer Biotech-Unternehmen Mainz Biomed hat am heutigen Mittwoch seinen Bericht für das vergangene Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Dieser kam am Markt sehr gut an. Die Aktie gewinnt derzeit auf der Handelsplattform Tradegate gut 22 Prozent auf 12,84 Euro.

„Das letzte Jahr war eine außergewöhnliche Zeit des Wachstums für das Unternehmen, was durch den transformatorischen Meilenstein in Form unseres Börsengangs an die Nasdaq betont wurde," kommentierte Guido Baechler, Chief Executive Officer von Mainz Biomed. "Zu diesem Zeitpunkt des Übergangs in das zweite Quartal 2022 freue ich mich sehr über die Geschwindigkeit des Fortschritts der Kommerzialisierung wie auch an der regulatorischen Front in den USA für unser Vorzeigeprodukt ColoAlert und wir befinden uns in einer guten Position, unser Ziel der führende Anbieter einer auf Krebs ausgerichteten molekularen Diagnostik zu werden, leichter zu erreichen."

Mainz Biomed (WKN: A3C6XX)

Im Februar 2022 gab Mainz bekannt, dass die Voreinreichung für ColoAlert bei der Food & Drug Administration (FDA) der USA zur Überprüfung angenommen wurden. Die FDA wird nun dem Unternehmen Feedback in Bezug auf sein vorgeschlagenes Design für die zentrale klinische Studie des Tests in den USA geben, erwartungsgemäß im zweiten Quartal 2022, so Mainz Biomed in einer Mitteilung.

Ebeenfalls im Februar initiierte Mainz eine klinische Studie (ColoFuture) zur Evaluierung eines Portfolios mit fünf Genexpression-Biomarker, die von Socpra Sciences Santé Et Humaines S.E.C. im Januar 2022 erworben wurden. Wenn die Datenergebnisse von ColoFuture erfolgreich sind, wird ColoAlert als der robusteste und genaueste diagnostische Screeningtest für Zuhause auf dem Markt positioniert, da er nicht nur kanzeröse Polypen mit einem hohen Genauigkeitsgrad erkennt, sondern ebenfalls das Potential birgt, Darmkrebs durch die Früherkennung präkanzeröser Adenome zu verhindern, so Mainz weiter. Die ColoFuture-Studie wird über 600 Patienten in der Altersgruppe von 40-85 Jahren in zwei teilnehmenden Zentren in Norwegen und zwei Zentren in Deutschland umfassen. Das Unternehmen erwartet den Abschluss der Registrierung für die zweite Jahreshälfte 2022 und zielt auf eine Berichterstattung der Studienergebnisse im frühen Jahr 2023 ab. Außerdem werden die Ergebnisse von ColoFuture sich auch auf das Profil von ColoAlert für die Einreichung bei der FDA auswirken, heißt es.

Die Aktie von Mainz Biomed war zuletzt im Zuge der Korrektur an den Märkten ebenfalls unter Druck geraten. Am heutigen Mittwoch meldet sich das Papier aber eindrucksvoll mit einem kräftigen Kurssprung zurück. DER AKTIONÄR bleibt langfristig sehr zuversichtlich für das Papier. Der US-Konkurrrent Exact Sciences, der bereits einen Darmkrebstest in den USA am Markt hat, ist bei der Marktkapitalisierung 68 mal höher bewertet. Kann Mainz seine gesteckten Ziele erreichen, dürfte ColoAlert sogar besser als das Konkurrenzprodukt sein. Allerdings bleibt die Aktie hochspekultiv. Zudem ist Geduld gefragt. Das Papier eignet sich deswegen als spekulative Depotbeimischung.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf Interessenkonflikte: Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Mainz Biomed.

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