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Foto: Hèrmes
22.10.2021 Carsten Kaletta

LVMH-Konkurrent Hermès: Schicke Zahlen, aber...

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Hermès

Hermès hat am gestrigen Donnerstag starke Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der französische Luxusgüter-Riese und LVMH-Konkurrent konnte dabei dabei die Erwartungen der Analysten übertreffen. Beim überaus wichtigen "China-Thema" zeigt sich das Unternehmen entspannt. Die Aktie hat dennoch einen Haken.

Konkret steigerte Hermès im Berichtszeitraum die Erlöse um 31 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro und schlug damit die Prognosen der Analysten. Die Experten hatten im Schnitt lediglich mit 2,2 Milliarden Euro gerechnet. Bis zum Ende des dritten Quartals belief sich der konsolidierte Umsatz auf 6,6 Milliarden Euro, was 35 Prozent über dem Vorkrisenniveau 2019 liegt, wie das Unternehmen am Donnerstag berichtete.

Auf eine drohende Abschwächung in China angesprochen, erklärte Finanzchef Eric du Halgouët, dass die Entwicklung der Kundenfrequenz und der durchschnittliche Einkaufskorb im vergangenen Quartal nach oben zeigten, wie Reuters berichtete. Hintergrund: Chinas Präsident Xi Jinping hatte Mitte August ein hartes Durchgreifen gegen "übermäßigen" Reichtum im Land angekündigt und die damit die Luxus-Aktie auf Talfahrt geschickt. China ist im Luxusgüter-Bereich der große Wachstumsmarkt.

Das Problem der Aktie ist allerdings die Bewertung: Die Franzosen sind mit einem 2022er-KGV von 59 richtig teuer. Marktführer und AKTIONÄR-Empfehlung LVMH wird an der Börse lediglich mit dem 29-Fachen des für 2022 geschätzten Gewinns bezahlt.

Hermès (WKN: 886670)

Erfreulich ist vor allem, dass Hermès' Geschäfte – genauso wie bei LVMH –  in China weiterhin gut zu laufen scheinen. Allerdings ist die Aktie alles andere als ein Schnäppchen. Daher sollten Anleger, die im Luxusgüter-Bereich investieren wollen, den Fokus auf Branchenprimus LVMH richten.

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