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07.01.2021 Thorsten Küfner

Lufthansa-Rivale Ryanair unter Druck: Das ist der Grund

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Ryanair

In einem eigentlich erneut relativ freundlichen Marktumfeld gibt die Aktie von Ryanair deutlich nach. Denn die jüngste Verschärfung der Corona-Pandemie durchkreuzt bei Europas größtem Billigflieger die ohnehin schon dürren Geschäftspläne für den Winter.

Wegen der neuen Lockdowns in Irland, Großbritannien und einigen anderen EU-Staaten streicht das irische Unternehmen sein Flugangebot ab 21. Januar drastisch zusammen, wie es am Donnerstag in Dublin mitteilte. Ab Ende Januar will Ryanair nur noch wenige oder überhaupt keine Flüge von und zu britischen und irischen Airports anbieten. Dies gelte, bis die scharfen Reisebeschränkungen aufgehoben werden. 

Im gesamten Streckennetz erwartet Ryanair im Januar jetzt weniger als 1,25 Millionen Fluggäste. Im Februar und März dürften es jeweils nur etwa eine halbe Million werden. Im Dezember hatte Ryanair noch 1,9 Millionen Passagiere befördert, 83 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März rechnet die Ryanair-Führung jetzt nur noch mit 26 bis 30 Millionen Fluggästen. Zuvor hatte die Prognose bei weniger als 35 Millionen gelegen. 

Allerdings geht das Management davon aus, dass die neuerlichen Flugstreichungen den für das Geschäftsjahr erwarteten Nettoverlust nicht nennenswert verändern. So hätte das Unternehmen den Angaben zufolge mit vielen dieser Flüge ohnehin Geld verloren.

Ryanair (WKN: A1401Z)

Die heutige Meldung ist angesichts der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen in vielen Ländern Europas natürlich keine große Überraschung. Die Hoffnung auf eine Normalisierung des Luftverkehrs im weiteren Jahresverlauf bleibt indes weiterhin bestehen. wer darauf setzen will, liegt mit der Aktie von Ryanair richtig. Der Konzern verfügt über eine sehr niedrige Kostenstruktur und eine hohe Flexibilität - gute Voraussetzungen, um sich relativ rasch wieder von der historischen Krise erholen zu können. Anleger können an Bord bleiben (Stopp: 13,10 Euro).

Mit Material von dpa-AFX