Nach dem kräftigen Kursrückgang zu Beginn des Iran-Krieges konnte der Kurs der Lufthansa in den letzten Handelswochen wieder Boden gut machen. In der Vorwoche sorgte der Dividendenabschlag in Höhe von 0,33 Euro pro Anteilschein dann wieder für niedrigere Kurse. Für Unterstützung sorgt indes weiterhin das Interesse des Milliardärs Klaus-Michael Kühne.
Die Kühne Holding des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne kann sich einen weiteren Ausbau ihrer Beteiligung an der Lufthansa vorstellen. Das Unternehmen hält derzeit 20 Prozent an der Fluggesellschaft und ist damit weiterhin größter Einzelaktionär des MDAX-Konzerns.
Wie Verwaltungsratspräsident Karl Gernandt gegenüber der „Neuen Zürcher Zeitung“ erklärte, beobachte die Kühne Holding sowohl die Entwicklung der Märkte als auch die operative Entwicklung der Lufthansa sehr genau. Vor diesem Hintergrund schließe man einen weiteren Aktienkauf innerhalb der kommenden zwölf Monate nicht aus. Die Beteiligung an der Airline sei Teil der langfristigen strategischen Ausrichtung der Kühne Holding.
Erst zu Beginn der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Kühne seinen Anteil an der Lufthansa von zuvor 15 auf nun 20 Prozent erhöht hat. Dies teilte der Konzern im Rahmen einer Stimmrechtsmitteilung mit.
Gernandt, der zugleich auch dem Aufsichtsrat der Lufthansa angehört, äußerte sich zudem positiv über das laufende Sanierungsprogramm der Kernmarke Lufthansa Airlines. Die Fluggesellschaft arbeitet derzeit daran, ihre Profitabilität nachhaltig zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit der Kern-Airline zu stärken.
Lufthansa schlägt sich auch in dieser für den Luftfahrtsektor schwierigen Marktlage durchaus gut. Auch dies dürfte ein Grund dafür sein, warum Kühne weiterhin Gefallen an der strategisch gut aufgestellten Airline hat. Die mit einem KGV von gerade einmal 7 günstig bewertete Aktie bleibt attraktiv. Der Stoppkurs kann unverändert bei 5,50 Euro belassen werden.
Heute, 07:21