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10.10.2019 Thorsten Küfner

Lufthansa: Das kommt jetzt wirklich überraschend

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Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Lufthansa unter CEO Carsten Spohr permanent die Augen nach potenziellen Übernahmezielen Ausschau hält, um die ohnehin schon starke Marktstellung in Europa weiter zu festigen. Doch die Meldung, dass die Kranich-Airline auch bei dieser Fluglinie doch noch im Rennen ist, kam überraschend.

So prüft die Lufthansa Kreisen zufolge eine Beteiligung an der geplanten Rettungsaktion für die insolvente italienische Fluggesellschaft Alitalia. Demnach würde sich der DAX-Konzern anstelle des amerikanischen Rivalen Delta Air Lines in einer Partnerschaft an der Rettung beteiligen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mehrere Eingeweihte berichtete. Dem Vernehmen nach will die Lufthansa wegen der angepeilten Wende bei der Tochter Eurowings kein eigenes Eigenkapital zuschießen, das Engagement bei Alitalia würde sich demzufolge auf anderweitige Unterstützung beschränken, hieß es von einer der informierten Personen.

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Neben der Lufthansa wären weiterhin die staatliche italienische Bahngesellschaft Ferrovie dello Stato Italiane (FS) sowie die Beteiligungsfirma Atlantia der Familie Benetton an dem Rettungsplan beteiligt. Ein Lufthansa-Sprecher verwies darauf, dass der Konzern seit langem die große Bedeutung des italienischen Marktes für das eigene Unternehmen betone und sich eine kommerzielle Partnerschaft rund um das Thema vorstellen könne. Darüber hinaus wollte er zu Spekulationen keine Stellung nehmen. Auch die italienische Nachrichtenagentur Ansa hatte zuvor über entsprechende Informationen berichtet.

Alitalia hatte vor mehr als zwei Jahren Insolvenz angemeldet und fliegt derzeit mit einem Brückenkredit der italienischen Regierung. Die Lufthansa hatte bereits früher Interesse an Alitalia angemeldet.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Es dürfte spannend werden, ob die Lufthansa auch bei Alitalia nun einen Fuß in die Tür bekommt. Größere Auswirkungen auf das Konzernergebnis dürfte ein derartiger schritt allerdings vorerst nicht haben. Die günstig bewertete Aktie bleibt indes weiterhin nur für mutige Anleger mit einem langen Atem geeignet (Stopp: 11,40 Euro). 

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.

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