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11.09.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa: Angebot an die Mitarbeiter - es könnte teuer werden

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Deutsche Lufthansa

Die Lufthansa muss ihre Personalkosten deutlich reduzieren. Um dabei schneller voranzukommen, hat der Konzern nun älteren Flugbegleitern Abfindungsangebote angeboten. Die Offerte richtet sich an Kabinenmitarbeiter im Alter von 55 Jahren oder älter. Die Angestellten könnten demnach bis zum frühestmöglichen Eintritt in den regulären Ruhestand monatlich eine Form von Übergangsgeld erhalten.

Mitarbeiter, die diese Offerte annehmen, könnten dann bereits vorzeitig in die betriebliche Altersversorgung wechseln und bekommen knapp 50 Prozent ihres bisherigen Gehalts. Darüber hinaus bietet die Lufthansa jüngeren Flugbegleitern im Falle eines Ausscheidens Einmalzahlungen an.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO kann dieses Angebot indes wenig beeindrucken. Sie erklärte lediglich: “Das ist ein bedauerlich schmales Paket.” Gut möglich, dass die Airline hier nochmal nachbessern muss. 

Wegen der historischen Krise hieß es zunächst, die Lufthansa werde wohl bis zu 22.000 Stellen abbauen. Jüngsten Medienberichten zufolge könnten aber womöglich noch weitaus mehr Arbeitsplätze gestrichen werden müssen, damit die Lufthansa wieder schwarze Zahlen schreiben kann. 

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die Lufthansa muss kräftig die Kosten reduzieren - das dürfte den MDAX-Konzern an manchen Stellen aber zunächst einmal eher Geld kosten. Da sich zudem das Passagiergeschäft deutlich langsamer als zuvor erwartet erholt, sollten Anleger nach wie vor an der Seitenlinie verharren. Zumal es aktuell deutlich attraktivere Investmentideen gibt.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.