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28.06.2019 Leon Müller

Lufthansa-Aktie: "Konstruktive Verhandlungen" – Deutsche Bank bleibt zurückhaltend

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Lufthansa

Die Aktie der Deutschen Lufthansa tritt am Freitag auf der Stelle. Nach Kursgewinnen zuvor richtet sich der Blick der Anleger heute auf die jüngsten Entwicklungen auf der Lieblingsferieninsel der Deutschen: Mallorca. Dort droht Passagieren der Kranichlinie eine "ungewisse An- und Abreise". Die Gesellschaft beteuert, die Verhandlungen verliefen "konstruktiv". Unterdessen melden sich die Analysten der Deutschen Bank zu Wort – und treten weiterhin auf die Euphoriebremse.

Erst Lob, dann Tadel: Nach Ansicht von Deutsche Bank-Analyst Andy Chu stelle sich die deutsche Vorzeige-Airline zwar immer besser auf. Doch "robuster und aussichtsreicher" als die Lufthansa seien aktuell andere Fluggesellschaften. Entsprechend zurückhaltend fällt auch das Fazit aus: Er sieht in der Aktie der Lufthansa aktuell nur eine Halteposition, den fairen Wert unverändert bei 15,50 Euro und damit nur unwesentlich oberhalb des aktuellen Kursniveaus.

Währenddessen droht Passagieren der Lufthansa unter Umständen ein heißer Sommer. Zumindest jenen, die als Reiseziel die Ferieninsel Mallorca auserkoren haben. In einem seit Monaten anhaltenden Tarifstreit zwischen den Piloten von Eurowings auf Mallorca und der Lufthansa-Tochter sind beide Seiten zu entscheidenden Tarifverhandlungen zusammengekommen. Die Gespräche zogen sich am Donnerstagabend in Palma in die Länge. Informationen zum Verlauf gab es vorerst nicht. Wenn das Verhandlungsfinale nicht positiv verlaufe, stehe den Urlaubern "eine ungewisse An- und Abreise" auf die spanische Insel bevor, hatte zuvor die spanische Pilotengewerkschaft SEPLA gewarnt, ohne jedoch konkreter zu werden. Eine Arbeitsniederlegung wurde nicht ausgeschlossen. 

Nach der Warnung der Gewerkschaft vor einer Eskalation hatte Eurowings beteuert, man sei in "konstruktiven Verhandlungen" mit SEPLA und auch mit der Kabinen-Gewerkschaft Stavla. Man werde beiden Sozialpartnern "zeitnah ein neues Angebot mit verbesserten Vergütungs- und Einsatzbedingungen unterbreiten" und gehe davon aus, dass ein "gemeinsamer Abschluss" gelingen werde.

Lufthansa (WKN: 823212)

Nicht nur aus Sicht der Reisenden, sondern auch aus jener der Aktionäre wäre eine zeitnahe Einigung wünschenswert. Jede Unsicherheit stört die Entwicklung. Nicht investierte Anleger halten zunächst weiter die Füße still. Das technische Bild ist nach wie vor angeschlagen.

Mit Material von dpa-AFX

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.