Die Aktie des Spezialchemiekonzerns Lanxess befindet sich weiterhin auf Talfahrt. So hat der MDAX-Titel in dieser Woche ein weiteres Mehrjahrestief markiert. Das Unternehmen will nun mit einem massiven Sparkurs gegensteuern. Demnach sollen die Kosten bis zum Jahre 2028 um weitere 100 Millionen Euro pro Jahr verringert werden.
Im Zuge dessen werden noch mehr Stellen wegfallen. Unternehmensangaben zufolge sollen 550 Arbeitsplätze abgebaut werden. Knapp zwei Drittel davon dürfte Stellen in Deutschland betreffen. Der Schwerpunkt liegt dabei wohl auf Verwaltungsfunktionen. Für die Produktion hatte der Spezialchemiekonzern bereits im August Kürzungen beschlossen.
Im Gesamtjahr 2025 verbuchte Lanxess indes einen Rückgang des operativen Gewinns (EBITDA) um 17 Prozent auf 510 Millionen Euro. Damit verfehlte das Unternehmen knapp die Prognosen der Analysten, die mit einem bereinigten EBITDA von 515,8 Millionen Euro gerechnet hatten. Die Erlöse sanken um elf Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Der Nettoverlust wurde zudem auf nun 577 Millionen Euro ausgeweitet. Der Vorstandsvorsitzende Matthias Zachert erklärte: "Das Jahr 2025 war für die gesamte Chemieindustrie und auch für Lanxess extrem hart."
Und auch für das laufende Jahr zeigte sich Zachert zurückhaltend. So sind weitere Gewinnrückgänge nicht ausgeschlossen: Aktuell geht Lanxess davon aus, dass das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2026 zwischen 450 und 550 Millionen Euro liegen werde. Zachert räumte ein: "Für 2026 sehen wir positive Impulse frühestens im zweiten Halbjahr."
Das Marktumfeld für Lanxess bleibt angesichts der aktuellen Entwicklungen schwierig. Dementsprechend präsentiert sich die Aktie des MDAX-Konzerns auch heute wieder in einer sehr schwachen Verfassung. Ein Einstieg drängt sich daher nach wie vor nicht auf. Anleger verharren an der Seitenlinie.
Heute, 08:11