Es könnte wieder ungemütlich werden für K+S. Denn Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer drängt auf ein Ende der Einleitung von Produktionsabwässern aus dem hessischen Kalibergbau in die Werra. Damit soll auch verhindert werden, dass die Weser weiterhin mit den Abwässern belastet wird.
Gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ forderte der Grünen-Politiker, im kommenden Jahr müsse „endlich Schluss sein mit der Versalzung von Werra und Weser durch Produktionsabwässer“ des Kasseler Düngemittelherstellers K+S. Die Weser sei bereits seit Jahrzehnten einer erheblichen Salzbelastung ausgesetzt.
K+S hatte nach früheren Angaben zunächst angekündigt, auch nach 2027 Produktionsabwässer in die Werra zu leiten. Später stellte das Unternehmen in Aussicht, ab 2028 nur noch weniger stark konzentriertes Haldenwasser einzuleiten. Nach Planungen, auf die das Regierungspräsidium Kassel früher verwiesen hatte, könnte diese Praxis von 2028 bis 2039 fortgesetzt werden.
Meyer kritisierte diese Perspektive scharf. Er habe „kein Verständnis dafür, dass das Unternehmen K+S immer wieder auf Zeit spielt, statt gemeinsam nach nachhaltigen Lösungen zu suchen, Salzabfälle nicht mehr in einen Süßwasserfluss zu kippen“. Außerdem wies er darauf hin, dass längere Niedrigwasserperioden die natürliche Verdünnung der Salze erschwerten. Dadurch steige die Konzentration der Schadstoffe im Fluss weiter an. Die Anrainerländer entlang der Weser hätten sich nach Angaben des Ministers dazu bekannt, die Salzfracht schrittweise zu verringern. Zudem hätten sie zugesichert, die Weser ab 2027 wieder in einen guten ökologischen Zustand zu bringen.
Es dürfte spannend werden, inwieweit sich K+S und die Politik auf einen Kompromiss in dieser Angelegenheit einigen können. Der MDAX-Titel bleibt indes angesichts der Volatilität am Kalimarkt weiterhin eher für Mutige geeignet. Diese können nach wie vor an Bord bleiben. Der Stopp kann bei 12,50 Euro belassen werden.
Heute, 08:46
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