Nach dem starken lauf von Anfang Juli bis Anfang September ist die Aktie von K+S in den vergangenen Tagen wieder unter Druck geraten. Am Montag hat der MDAX-Titel dann nach einem Post von US-Präsident Donald Trump kurzzeitig erneut deutlich nachgegeben. Für den Salz- und Düngemittelproduzenten droht wieder mehr Wettbewerb.
Trump hat am Montagnachmittag auf seiner Plattform Truth Social erklärt, dass er an einem bedeutenden Deal mit Belarus arbeite, um Düngemittel aus dem Land zu beziehen. Belarus gilt als Russland-Verbündetet und wurde deshalb auch mit Sanktionen belegt. Mit Belaruskali hat einer der weltweit wichtigsten Produzenten seinen Sitz in dem Land, weitere Projekte wie Slavkaliy könnten ebenfalls wieder Kali liefern. „Die Preise wären deutlich niedriger als das, was wir aktuell an Kanada zahlen“, so die Begründung Trumps für die Verhandlungen.
K+S hat mit dem Kaliwerk Bethune in Kanada ebenfalls entsprechende Kapazitäten. Sollte Trump sich mit Belarus einigen, würde einerseits ein großer Player auf dem Weltmarkt wieder an Bedeutung gewinnen und andererseits das Geschäft mit den USA direkt bedroht sein. Die Aktie fiel nach Trumps Post deshalb in einer ersten Reaktion deutlich um rund vier Prozent. Zuletzt wurde das Minus aber wieder auf rund eineinhalb Prozent reduziert.
Ein Deal mit Belarus könnte bei K+S kurzfristig auf die Stimmung drücken. Doch zum einen hat Trump in der Vergangenheit schon häufig Deals angekündigt, ohne dass dann viel passiert ist und zum anderen ist Belaruskali ohnehin nie wirklich vom Markt verschwunden, da es zu viele andere Exportwege und Abnehmer als die USA oder die EU gibt.
Die Volatilität am Kalimarkt bleibt hoch. Das sorgt auch bei K+S an der Börse immer wieder für Ausschläge. Anleger brauchen deshalb gute Nerven. Wer zu etwas Risiko bereits ist, kann aber nach wie vor an Bord bleiben. DER AKTIONÄR rechnet nicht damit, dass Trumps Pläne direkt negative Auswirkungen haben werden. Der Stopp liegt weiterhin bei 12,50 Euro.
Heute, 18:56
Bei Google bevorzugen