K+S blickt nach einem starken Q2 zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Vor allem die hohe Nachfrage nach Kali und die positive Preisentwicklung stimmen den Konzern optimistisch. „Im zweiten Quartal war die Nachfrage nach Kali hoch. Die Preise entwickelten sich positiv und wir konnten mehr produzieren als im Vorjahr“, erklärte CEO Christian Meyer.
Für das Gesamtjahr erwartet Meyer nun ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 680 bis 760 Millionen Euro. Bislang hatte das Unternehmen mit 630 bis 730 Millionen Euro gerechnet. Die Analystenschätzungen lagen aufgrund der robusten Kalipreise bereits im oberen Bereich der bisherigen Prognosespanne. Für den Mittelwert der neuen Zielspanne geht K+S davon aus, dass das zur Jahresmitte erreichte Preisniveau für Kali auch im zweiten Halbjahr weitgehend Bestand haben wird.
Auch beim bereinigten freien Finanzmittelfluss (FCF) hat der MDAX-Konzern seine Erwartungen angehoben. Dieser soll nun im mittleren bis höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen. Bislang hatte K+S lediglich einen ausgeglichenen oder positiven Wert in Aussicht gestellt.
Im zweiten Quartal konnte K+S den Umsatz um zwölf Prozent auf 978 Millionen Euro steigern. Das EBITDA legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 60 Prozent auf 176 Millionen Euro zu. Beim Ergebnis übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten. Der bereinigte freie Finanzmittelzufluss blieb dagegen hinter den Prognosen zurück. Nach den ersten sechs Monaten stehen hier 101 Millionen Euro zu Buche.
Parallel dazu setzt K+S den Umbau des Unternehmens fort. Im Rahmen des Projekts" Werra 2060" haben am Werkstandort Wintershall bereits erste Umbaumaßnahmen begonnen. Ziel des Projekts ist es, die Produktion im hessisch-thüringischen Grenzgebiet langfristig bis 2060 abzusichern. Die insgesamt rund 600 Millionen Euro teuren Maßnahmen sollen zudem dazu beitragen, den CO2-Ausstoß und die Menge der Abwässer deutlich zu reduzieren.
Auch die Erweiterung des noch jungen kanadischen Standorts Bethune verläuft nach Unternehmensangaben planmäßig. Im ersten Halbjahr konzentrierten sich die Investitionen insbesondere auf den Bau einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage sowie auf die laufende Weiterentwicklung der dortigen Kavernen.
Die Zahlen und der Ausblick von K+S können sich durchaus sehen lassen. Die Aktie bleibt angesichts der Volatilität am Kalimarkt weiterhin eher für Mutige geeignet. Diese können nach wie vor an Bord bleiben. Der Stopp kann bei 12,50 Euro belassen werden.
Heute, 10:47
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