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04.01.2021 Börsen. Briefing.

Konkurrenz für VW? Stellantis – neuer Auto-Riese entsteht in Europa

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Peugeot

In Europa entsteht ein neuer Auto-Konzern: die neue Nummer 4 in der Welt. Stellantis – hergeleitet aus dem lateinischen Wort für Stern ("Stella") – entsteht aus der Fusion des französischen Peugeot-Herstellers PSA mit dem Italo-US-Konzern Fiat Chrysler (FCA), was auf einer außerordentlichen Hauptversammlung heute mit 99-prozentiger Mehrheit gebilligt wurde. Den Aktienkursen tut die Entscheidung gut.

Der Termin für den Zusammenschluss mit dem italienisch-amerikanischen FCA-Konzern solle sehr bald mitgeteilt werden, sagte PSA-Konzernchef Carlos Tavares am Montagmittag. Konkreter wurde er nicht. Bisher war davon die Rede gewesen, den milliardenschweren Deal bis Ende März abzuschließen.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten der Autohochzeit "unter Gleichen" bereits im Dezember mit Auflagen zugestimmt. Der neue Verbund wird seine Zentrale in den Niederlanden haben - mit großen Standbeinen in Europa und in Nordamerika. Insgesamt werden 14 Marken geführt, darunter Opel, Peugeot, Citroën, Chrysler, Jeep, Alfa Romeo, Lancia, Abarth und Dodge. Die Marken sollen auch weiter Bestand haben.

Fiat Chrysler und PSA setzten vor der Corona-Krise zusammen rund 8,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr ab und hatten einen Umsatz von 170 Milliarden Euro. Nur noch Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund waren 2019 größer. Zu den führenden VW und Toyota besteht jedoch ein großer Abstand.

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Tavares bestätigte frühere Aussagen, wonach es jährlich Synergien im Umfang von fünf Milliarden Euro geben soll. Vor dem Ausbruch der Corona-Krise mit dramatischen Auswirkungen auf die Autobranche hatte er versichert, es sollten keine Werke geschlossen werden.

Tavares sagte, dass PSA und FCA gemeinsam besser aufgestellt seien. Die Branche ist mit einer Doppelbelastung aus Pandemie-Folgen und Technik-Umbruch konfrontiert, eine große Herausforderung ist beispielsweise die E-Mobilität.

Sowohl die PSA-Aktie als auch die Papiere von Fiat Chrysler legten in freundlichem Umfeld deutlich zu.

Peugeot (WKN: 852363)

Designierter Verwaltungsratschef des neuen Konzerns ist John Elkann (44), Enkel des legendären Fiat-Patriarchen Giovanni "Gianni" Agnelli (1921-2003). Wie die Regionalzeitung Le Parisien - Aujourd-hui en France berichtete, wird die Familie Agnelli mit rund 14,4 Prozent im neuen Konzern vertreten sein. Es folgt demnach die Familie Peugeot mit 7,4 Prozent. Der französische Staat sei über eine Beteiligungsgesellschaft mit 6,1 Prozent im Boot. Etwa zwei Drittel der Anteile seien im Streubesitz. (Mit Material von dpa-AFX)

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