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KI macht´s möglich: Infineon bietet „weiter viel Grund zur Freude“

KI macht´s möglich: Infineon bietet „weiter viel Grund zur Freude“
Foto: Börsenmedien AG, Infineon
Infineon Technologies AG -%
Michael Schröder Heute, 07:55 Michael Schröder

Infineon blickt nach dem zweiten Geschäftsquartal dank der anhaltend hohen Nachfrage rund um das Top-Thema Künstliche Intelligenz (KI) optimistischer auf das laufende Fiskaljahr 2025/26 (30. September). „Im zweiten Halbjahr werden wir stärker als bislang erwartet wachsen, ein breiterer Aufschwung vieler Endmärkte ist in Sicht“, sagte Vorstandschef Jochen Hanebeck gestern bei der Vorlage der Quartalszahlen. Bei den Analysten kommt diese Entwicklung gut an.

Über die Zahlen und die angehobene Jahresprognose hat DER AKTIONÄR bereits gestern berichtet. Auch die ersten Analystenstimmen wurden thematisiert. Heute geht es nahtlos weiter.

Die Deutsche Bank Research hat das Kursziel für die Infineon-Aktie von 52 auf 70 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Analyst Johannes Schaller sieht trotz der jüngsten Kursreaktion nach den Quartalszahlen weiterhin erhebliches Potenzial für die Aktie. Positiv wertet der Experte vor allem den angehobenen Jahresausblick des Chipkonzerns. Dieser signalisiere ein Schlussquartal, das deutlich über den üblichen saisonalen Trends liegen dürfte. Nach Einschätzung der Deutschen Bank gibt es daher „weiterhin viel Grund zur Freude“.

Auch die britische Investmentbank Barclays („Overweight“) hat das Kursziel nach den jüngsten Quartalszahlen deutlich angehoben – von 44 auf 63 Euro – und die Einstufung bestätigt. Analyst Simon Coles verweist auf den zunehmend an Fahrt gewinnenden Aufschwung im Halbleitermarkt. Zudem profitiere inzwischen auch das übrige Geschäft von der durch die KI-Nachfrage ausgelösten Angebotsverknappung.

Dass Infineon seine KI-Prognose nicht konkreter angehoben habe, sei zwar enttäuschend gewesen. Coles wertet dies jedoch vor allem als Ausdruck einer vorsichtigen Unternehmenshaltung. Für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 hob der Analyst seine Schätzungen deutlich an.

Die UBS sieht die Papiere nun erst bei 61 Euro fair bewertet, nachdem die Messlatte bislang bei 45 Euro gelegen hatte. Die Einstufung beließen die Eidgenossen jedoch auf „Neutral“. Analyst Francois-Xavier Bouvignies verweist in seiner aktuellen Studie auf eine schneller als erwartete Erholung des Chipzyklus. Dies veranlasse ihn dazu, seine Schätzungen für den Halbleiterkonzern anzuheben.

Gleichzeitig bleibt der Analyst jedoch vorsichtig. Das Potenzial bei KI-bezogenen Umsätzen bis 2027 stuft er weiterhin als begrenzt ein. Gerade diese Erlöse seien derzeit jedoch ein zentraler Kurstreiber für die Infineon-Aktie. Trotz des deutlich höheren Kursziels sieht die UBS damit vorerst nur begrenzten weiteren Spielraum für die Aktie.

Infineon (WKN: 623100)

Es bleibt dabei: Nach dem Sprung auf ein Mehrjahreshoch sind vorerst keine charttechnischen Widerstände in Sicht. Kurzfristig wirkt der Titel aber etwas überhitzt, ein Rücksetzer ist damit jederzeit möglich. Im aktuellen Marktumfeld scheint im KI-Sektor derzeit jedoch fast alles möglich – selbst eine Fortsetzung des dynamischen Aufwärtstrends. Investierte Anleger mit Weitblick halten daher vorerst an ihrer Position.

(Mit Material von dpa-AFX)

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