27.12.2018 Florian Söllner

Kaufen?! Glaubt Trump insgeheim an „fette, hässliche Blase“?

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DAX
Trendthema

Ein guter Tag für die Märkte. Nach dem Weihnachtscrash setzt ein starker Rebound ein, der Hoffnung auf mehr macht. Rückenwind gab es vom US-Präsidenten Donald Trump selbst. Die steigenden Zinsen seien kein großes Problem, behauptet er. Seine neuen Aussagen: "Ich denke, es ist eine großartige Gelegenheit zu kaufen. Wirklich eine großartige Gelegenheit zu kaufen", sagte er vor der Wiedereröffnung der US-Börsen am Mittwochnachmittag vor Reportern im Weißen Haus.

Doch es bestehen Zweifel, wie ehrlich diese Aussagen sind – oder ob der Präsident insgeheim doch mehr Risiken erkennt, als er seinem Volk nun offenbart. Interessant sind in diesem Zusammenhang Aussagen aus dem Wahlkampf vor 2-Jahren im Rahmen einer TV-Sendung. Diese Zitate haben angesichts der neuen US-Zinspolitik nichts an ihrer Brisanz verloren: „Glauben Sie mir, wir sind aktuell in einer Blase. Das einzige was gut aussieht, ist der Aktienmarkt. Doch wenn wir die Leitzinsen nur ein wenig anheben, dann wird er crashen. Wir sind in einer dicken, fetten, hässlichen Blase. Wir sollten sehr vorsichtig sein.“ Zudem war Trump der Meinung, dass die US-Notenbank politisch handle. Sobald die Amtszeit von Obama ablaufe und die FED daraufhin die Zinsen anhebe, würde man einige, sehr schlimme Dinge erleben. Übrigens: Gegenüber dem US-Wahlkampf notieren die US-Märkte aktuell immer noch rund 25 Prozent höher.

Die Meinung des AKTIONÄR Hot Stock Report: Klar ist – was Alan Greenspan nun noch einmal bestätigte –: Die (steigenden) Zinsen sind DER Faktor für (sinkende) Aktienmärkte. Gut möglich also, dass einige Top-Aktien für die Jahre 2030 und danach zunächst noch einmal sehr, sehr günstig werden. Wir sind bereit. Hier der komplette Kommentar: „Wir schießen dem Bären 2019 ins Herz: 90% Crash folgt 1.000-%-Rallye“

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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