Zum Auftakt der neuen Handelswoche lässt das Osterwunder weiter auf sich warten. Stattdessen dürfte der DAX am Montagmorgen seine Talfahrt fortsetzen. Der Online-Broker IG taxiert das Börsenbarometer am Morgen rund 0,5 Prozent schwächer bei 22.172 Punkten. Für Unsicherheit bei den Anlegern sorgt die erneute Eskalation im Iran-Krieg.
Die Lage im Nahen Osten ist am Wochenende weiter eskaliert: Israel hat mehrere Ziele im Iran angegriffen, darunter nach übereinstimmenden Berichten auch den Schwerwasserreaktor in Chondab nahe Arak, eine strategisch bedeutende Anlage im iranischen Atomprogramm. Die Internationale Atomenergiebehörde bestätigte, dass die Anlage getroffen wurde.
Teheran reagierte prompt: Der Iran feuerte Raketen auf Ziele in der Region, darunter US-Stützpunkte sowie Infrastruktur in Saudi-Arabien und Kuwait. Damit weitet sich der Konflikt zunehmend über die direkten Kriegsparteien hinaus aus.
Für die Börse bedeutet das: Die geopolitische Risikoprämie schießt nach oben. Ölpreise bleiben extrem anfällig für weitere Sprünge und Gold rückt erneut als sicherer Hafen in den Mittelpunkt. Der Future für Ein Barrel Brent zu Lieferung im Mai notiert am Montagmorgen bei 115,55 Dollar und damit rund drei Dollar höher als am vergangenen Freitag. Der Spotpreis für die Feinunze Gold zeigt sich derweil robust bei 4.520 Dollar. Der Silberpreis knackt indes erneut die 70-Dollar-Marke. Deutlich stärker zieht der Bitcoin an: Kostete eine Einheit der Kryptowährung am vergangenen Freitag noch 65.854 Dollar, sind es nun 67.589 Dollar. Auf 24-Stunden-Sicht beträgt das Plus rund 2,5 Prozent.
Neben der Geopolitik stehen zum Wochenstart jedoch auch einige Nachzügler mit ihren Jahreszahlen in den Fokus. Am Montag stehen Suss Microtec und Secunet Security Networks auf der Agenda. Davon Abgesehen dürften auch die DAX-Werte BASF, Bayer, Rheinmetall und SAP im Mittelpunkt des Anlegerinteresses stehen.
Von der Wall Street und aus Asien kommen indes maue Vorgaben. Die US-Börsen gaben am Freitag deutlich nach. Der Leitindex Dow Jones verlor 1,7 Prozent auf 45.166 Punkten. Auch die übrigen Indizes standen unter Druck: Der S&P 500 verlor rund 1,7 Prozent auf 6.368 Zähler, während der Nasdaq 100 um 1,9 Prozent auf 23.132 Punkte nachgab.
In Asien dominieren ebenfalls rote Vorzeichen: Der Hang Seng fällt um 0,8 Prozent auf 24.743 Zähler. Der CSI 300 gibt um 0,2 Prozent nach und in Tokio rauscht der Nikkei 225 um 3,3 Prozent auf 51.587 Punkte ab.
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Heute, 07:15