Wenn es um Industriegase-Hersteller geht, fallen in der Regel zuerst die Namen Linde, Air Liquide und Air Products. Das Trio kontrolliert etwa drei Viertel des Weltmarktes. Dahinter gibt es allerdings kleinere spannende Player, die sich in lukrativen Nischen positioniert haben. Die italienische SOL gehört dazu. Der AKTIONÄR-Tipp konnte im vergangenen Jahr seinen profitablen Wachstumskurs fortsetzen.
Im Vergleich zu 2024 steigerte SOL die Nettoerlöse um gut ein Zehntel auf 1,78 Milliarden Euro. Das EBITDA erhöhte sich im Jahresvergleich von rund 404 Millionen Euro auf knapp 452 Millionen Euro, das EBIT legte um etwa 33 Millionen Euro auf 270 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente SOL im vergangenen Geschäftsjahr 1,84 Euro pro Papier (2024: 1,63 Euro).
Die Aktionäre des italienischen Gaseherstellers, zu dem auch die Homecare-Tochter Vivisol gehört, sollen eine Dividende in Höhe von 0,45 Euro erhalten. Im Jahr zuvor hatte SOL lediglich 0,39 Euro je Anteil ausgeschüttet.
Die Analysten von Kepler Cheuvreux lobten das zweistellige Umsatzwachstum und die Margenausweitung, die „die Stärke des diversifizierten Geschäftsmodells und dessen Umsetzung bestätigt“. Die Investmentbank wechselte nach der Zahlenvorlage vom Donnerstag auf die Käuferseite und erhöhten den Zielkurs um zwei auf nun 56,50 Euro.
Luft bis 56,00 Euro signalisieren nun die Experten der Banca Akros. SOL habe das Geschäftsjahr 2025 mit einem soliden Umsatzwachstum und einer leicht besseren Rentabilität abgeschlossen, die "sowohl über unseren Schätzungen als auch über dem Konsens lag“, hieß es im Research-Update.
SOL hat hinter den ganz Großen der Branche einmal mehr mit profitablem Wachstum geglänzt. Anleger goutieren die Ergebnisse mit einem Kursplus von zehn Prozent und neuen Rekordständen. Investierte Anleger geben bei der AKTIONÄR-Empfehlung kein Stück aus der Hand. Das Kursplus seit Vorstellung in Ausgabe 16/23 liegt inzwischen bei gut 100 Prozent (exklusive Dividenden).
Heute, 11:20