26.02.2019 Florian Söllner

Hut ab, Elon Musk! "Tesla ist viel schneller als BMW und Daimler" - zu schnell?

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Tesla
Trendthema

Während BMW, Daimler und Co noch prüfen, nachdenken, testen - rollen die neuen Model 3 von Tesla bereits über die Straße. Der Ersteindruck vieler Kunden ist überraus positiv. Schnelligkeit bei der Markteinführung, bei der Beschleunigung der Autos aber auch beim Twittern des Firmenchefs ist bisher das Erfolgsgeheimnis von Tesla. Tesla ist die "Top-Elektroauto-Marke 2018". Doch in der heutigen AKTIONÄR-TV-Sendung wird der Frage nachgegangen: War Tesla in vielen Punkten zu überhastet, rächt sich die rasche Markteinführung des Model 3 auf lange Sicht? 

 

Die Tesla-Aktie stand kurz vor einem klaren Kaufsignal bei 320 Dollar. Doch das war es zunächst mit der Hoffnung auf eine schnelle Erholung - die Aktie verliert nachbörslich fünf Prozent. Und Elon Musk hat sich das selbst zuzuschreiben. Die Börsenaufsicht SEC fordert gerichtliche Maßnahmen weil er gegen Auflagen eines Vergleichs verstoßen habe. Das geht aus einem Antrag hervor, den die SEC beim Gericht in Manhattan eingereicht hat.

Der Hintergrund: Elon Musk sorgte vor einer Woche auf Twitter wieder einmal für Irritationen. Zunächst hatte er geschrieben, dass man 2019 "rund 500.000" Autos bauen will - was Medien wie Bloomberg begeistert aufgegriffen hatten. Doch einige Stunden später die Richtigstellung des Tesla-Chefs: "Ich meinte eine annualiserte Produktionsrate Ende 2019, die wahrscheinlich bei 500.000 Autos oder 10.000 pro Woche liegen wird. Das Auslieferungziel für 2019 liegt weiterhin bei rund 400.000." Dies wäre dennoch ein bemerkenswertes Wachstum von über 60 Prozent gegenüber dem Niveau von 2018.

Tesla made 0 cars in 2011, but will make around 500k in 2019

Folgende Grafik zeigt, dass der Absatz von Tesla (obwohl die Firmenbewertung bereits das Niveau der großen Autohersteller erreicht) dennoch noch hinter den Auslieferungen von BMW, Daimler und Co zurückliegt. Doch Tesla verkauft bisher hochpreisige und innovative Elektroautos, während klassische Hersteller 2018 erst 1,4 Prozent ihrer Flotte elektrifiziert haben. Bis 2025 dürften jedoch einige Premiumhersteller bis zu 25 Prozent ihrer Autos ebenfalls mit Batterieantrieb anbieten.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.