03.05.2016 Maximilian Steppan

Hugo Boss: Q1-Zahlen schwach – Ausblick aber bestätigt

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DAX
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Die gestern veröffentlichte Prognose des Analysten Peter Steiner hinsichtlich der Gewinnentwicklung des Modekonzerns Hugo Boss im ersten Quartal bestätigte sich mit dem heute vorgelegten Zahlenwerk. Doch ein Aspekt sorgt für leichten Optimismus unter den Anlegern.

Der Überschuss zwischen Januar und März ging um fast die Hälfte auf 38,5 Millionen Euro zurück. Probleme in China und den USA haben den Konzern weiterhin fest im Griff. Anhaltenden Rabattschlachten in den USA und von Boss eingeleitete Preissenkungen in China, um die Lagerbestände zu reduzieren, lasteten auf den Margen. Auch die Abfindung für den geschassten Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs sowie Abschreibungen belasteten das Ergebnis. Operativ verdiente Hugo Boss mit 93,5 Millionen Euro 29 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Umsatz ging um vier Prozent auf 643 Millionen Euro zurück. Insgesamt schnitt der Konzern etwas schlechter ab als von Analysten erwartet. Viel wichtiger war allerdings, dass der Konzern seine Jahresprognose bestätigte. So erwartet Hugo Boss, dass die Umsätze wechselkursbereinigt im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen sollen. Das operative Ergebnis soll allerdings im Gesamtjahr um mindestens zehn Prozent zurückgehen.

Wie DER AKTIONÄR richtig antizipierte waren die schlechten Zahlen schon durch die Kursverluste der letzten Monate eingepreist. Aufgrund der bestätigten Jahresprognose rückt DER AKTIONÄR nicht von seiner Einschätzung ab: Anleger bleiben dabei und beachten den Stopp bei 48 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)