Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
Foto: Hugo Boss
19.07.2021 Carsten Kaletta

Hugo Boss: 60 Euro sind drin

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Hugo Boss

Hugo Boss ist mit Schwung auf die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach zuletzt überzeugenden Quartalszahlen und einer ansehnlichen Jahresprognose treten nun vermehrt Analysten mit erhöhten Kurszielen auf den Plan. Die Aktie des Modekonzerns, die in den vergangenen drei Monaten rund 33 Prozent zugelegt hat, kann davon heute nicht profitieren und schnauft in einem schwachen Gesamtmarkt weiter durch.

So hat die kanadische Bank RBC das Kursziel für Hugo Boss nach einem Zwischenbericht von 55 auf 58 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Der Umsatz des Modekonzerns habe die Konsensschätzung um 16 Prozent übertroffen, schrieb Analyst Richard Chamberlain in einer am Montag vorliegenden Studie. Das operative Ergebnis (EBIT) sei sogar doppelt so hoch wie vom Markt erwartet ausgefallen.

Vergangene Woche hatte Analystin Elena Mariani von Morgan Stanley ein Kursziel von 60 Euro ausgerufen. Damit hätte der Titel noch mehr als 20 Prozent Luft nach oben. Sie gab entsprechend ihre "neutrale Haltung" auf und votiert nun mit "Overweight". Mariani setzt auf die Strategie des neuen Konzernchefs Daniel Grieder und hält in der Nach-Corona-Zeit ein Ergebniswachstum von rund 30 Prozent jährlich für möglich.

Das Unternehmen selbst peilt 2021 einen Anstieg des Konzernumsatzes währungsbereinigt um 30 Prozent bis 35 Prozent an nach 1,946 Milliarden Euro im Vorjahr. Das EBIT soll 125 Millionen Euro bis 175 Millionen Euro erreichen. 2020 stand da noch wegen der Filialschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ein Verlust von 236 Millionen Euro.

Die Hugo-Boss-Aktie verliert am Montag rund zwei Prozent und notiert bei 48,97 Euro. Das jüngst markierte Jahreshoch von 53,00 Euro liegt damit in Reichweite.

Hugo Boss (WKN: A1PHFF)

Das sieht gut aus für den Metzinger Modekonzern. So sind nicht nur die Analysten positiv für die Aktie gestimmt, auch der seit Juni amtierende Konzernlenker Daniel Grieder rechnet für 2021 mit (wieder) schwarzen Zahlen. Kurzum: Investierte Anleger bleiben weiterhin dabei und setzen auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.

(Mit Material von dpa-AfX)