21.01.2019 Benedikt Kaufmann

Horror-Bericht für Facebook

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Facebook
Trendthema

Laut einem Bericht der Washington Post droht Facebook eine Rekordstrafe von der FTC. Die Geldbuße sei die Folge der Ermittlungen des Datenskandals rund um Cambridge Analytica und soll deutlich höher ausfallen als die Google-Strafe aus dem Jahr 2012.

Am Freitag berichtete die Washington Post unter Berufung auf Insiderquellen, dass die Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde FTC (engl. Abkürzung für Federal Trade Commission) gegenüber Facebook eine Rekordstrafe diskutiere. Die Geldbuße wäre damit die erste Sanktion seitens der US-Behörde für den Datenskandal rund um Cambridge Analytica. Die Analysefirma hatte die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern unter anderem für US-Wahlkampfwerbung missbraucht.

Pflichtverletzungen durch Facebook?

Facebook wird nach der knapp einjährigen Ermittlung vorgeworfen, ein Abkommen mit der FTC verletzt zu haben. Nur unter dieser Voraussetzung kann die US-Behörde überhaupt Strafen verhängen. Im Kern geht es um die Pflichten aus einem Vertrag, der Facebook dazu verpflichtet, Nutzer um Erlaubnis zu fragen, bevor Daten mit Dritten geteilt werden. Im Falle der Datennutzung durch Cambridge Analytica ist dies unterblieben.

Fraglich ist ebenfalls, ob die FTC rechtzeitig über die missbräuchliche Datennutzung informiert worden ist. Dieser Punkt wird in einer ähnlich gelagerten Ermittlung der EU-Wettbewerbskommission geprüft. Hier geht es jedoch um die Verletzung von Pflichten aus der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Höhe der Strafe unklar

Die Maßnahmen, welche die FTC unternehmen kann, sind weit gefächert. So wurde beispielsweise Volkswagen 2016 dazu angewiesen, 14 Milliarden Dollar für die Beilegung von Anklagen aus dem Dieselskandal auszugeben. Derart hoch dürfte die Facebook-Strafe jedoch nicht ausfallen. Laut Washington Post soll die Strafe aber deutlich über den 22,5 Millionen Dollar liegen, die Google im Jahr 2012 aufgebrummt wurden.

Aktuell sind die Risiken eingepreist

Wie die Aktie reagiert, dürfte jedoch stark abhängig von der Höhe der Geldbuße sein. Aktuell ist das Risiko einer Strafzahlung nach dem Datenskandal bereits eingepreist. für Anleger heißt es daher: Abwarten und vorerst dem Aufwärtstrend folgen.

 

 

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