Hensoldt profitiert weiter massiv vom weltweiten Ausbau der Verteidigungsausgaben. Der Radar- und Sensorspezialist ist mit einem Rekord-Auftragsbestand von 9,8 Milliarden Euro ins Jahr gestartet. Allein im ersten Quartal schnellte der Auftragseingang auf knapp 1,5 Milliarden Euro nach oben und lag damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.
Vor allem neue Bestellungen der Bundeswehr für die Panzer Puma und Schakal sorgten für Rückenwind. Zusätzlich erhielt Hensoldt weitere Aufträge rund um Radarsysteme für den Eurofighter. Besonders dynamisch entwickelte sich neben dem Kerngeschäft mit Sensorik auch die Sparte Optronics. Dort treibt der Konzern die Expansion weiter voran und will mit der geplanten Übernahme des niederländischen Unternehmens Nedinsco unter anderem Lieferketten stabilisieren und Produktionskapazitäten ausbauen.
Auch operativ legte Hensoldt kräftig zu. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um mehr als 25 Prozent auf 496 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich um fast 47 Prozent auf 44 Millionen Euro. Beides lag allerdings leicht unter den Erwartungen. Die operative Marge verbesserte sich von 7,6 auf 8,9 Prozent.
Trotz des starken Jahresauftakts hält das Management an seiner bislang vorsichtigen Prognose fest. Für 2026 peilt Hensoldt weiterhin einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro an. Gleichzeitig soll die operative Marge auf 18,5 bis 19,0 Prozent steigen.
Oliver Dörre, CEO von Hensoldt, erklärt: "Mit der neuen deutschen Militärstrategie wird schwarz auf weiß sichtbar, dass Verteidigungsfähigkeit heute neu gedacht wird – vernetzter, softwarebasierter und zugleich mit deutlich höherem Anspruch an industrielle Verfügbarkeit. Für uns ist das nicht nur ein strategisches Signal, sondern zunehmend konkrete Nachfrage. Unser starkes erstes Quartal zeigt, wie sich diese Entwicklung bereits in Programmen und Beschaffungen niederschlägt."
Die Aktie von Hensoldt tendierte in den vergangenen Wochen seitwärts. Zuletzt konnte sie wieder etwas anziehen. Ein wichtiges Signal wäre der Sprung über die 200-Tage-Linie. Favorit des AKTIONÄR im Sektor bleibt Rheinmetall. Wer breit gestreut in der Rüstungsbranche investieren will, kann auf den European Defence Index setzen, in dem 20 Top-Werte aus Europa vertreten sind. Mehr Informationen zum Index finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Heute, 07:34