19.01.2015 Marion Schlegel

Google-Aktie: Angriff auf Apple und Paypal?

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Google will laut Medienberichten den Smartphone-Bezahldienst der amerikanischen Mobilfunk-Anbieter AT&T, Verizon und T-Mobile übernehmen. Deren gemeinsame Firma Softcard, ein Konkurrent von Apples iPhone-Dienst Apple Pay, ist bereits seit mehreren Jahren aktiv, aber bisher nur wenig erfolgreich. Google wolle mindestens 50 Millionen Dollar bezahlen, schrieb das "Wall Street Journal" am Wochenende. Auch der Bezahldienst Paypal, der in diesem Jahr von dem bisherigen Mutterkonzern Ebay abgespalten werden soll, habe Interesse, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der Software-Riese Microsoft habe sich ebenfalls gemeldet, berichtete das Technologieblog "TechCrunch". Von Interesse dürften vor allem die Patente von Softcard sein.

Interessantes Paket
Die Mobilfunk-Konzerne hatten in den vergangenen Jahren schätzungsweise mehrere hundert Millionen Dollar in Softcard investiert. Die entsprechende App ist bisher für Smartphones mit Googles Android-System sowie mit Microsofts Windows Phone verfügbar. Die Firma hieß ursprünglich Isis, wurde aber angesichts der Namensähnlichkeit mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) umbenannt. Softcard gibt die Möglichkeit, Bankkarten zu einer digitalen Brieftasche im Smartphone hinzuzufügen und damit per NFC-Funk an der Kasse zu bezahlen. Google hat bereits den ähnlichen eigenen Dienst Google Wallet.

Diese Marken sind wichtig
Softcard würde durchaus gut zu Google passen. Für die Google-Aktie an sich dürfte die Meldung aber relativ wenig Auswirkung zeigen. Sie könnte aber zumindest eine Stabilisierung unterstützen. In den vergangenen Monaten war das Papier von Google deutlich auf Konsolidierungskurs gegangen und sogar zeitweise unter die Marke von 500 Dollar gerutscht. Diese konnte aber relativ rasch zurückerobert werden, was als positives Zeichen zu werten ist. Wichtig wäre jedoch, dass auch die 200-Tage-Linie, die im Bereich von 560 Dollar verläuft, wieder überwunden werden kann. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 350 Euro weiter investiert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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