Der DAX präsentierte sich am heutigen Rosenmontag ohne große Impulse. An der 25.000er-Marke tat er sich weiter schwer. Am Ende ging er mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 24.800,91 Zählern aus dem Handel. Etwas freundlicher zeigte sich er Index für mittelgroße Werte MDAX. Dieser legte 0,2 Prozent zu auf 31.364,56 Punkte. Der SDAX wiederum gab 0,2 Prozent nach auf 17.977,63 Punkte.
Also Top-Gewinner des Tages gingen die Aktien von Zalando (plus 3,1 Prozent), Airbus (plus 2,5 Prozent und Deutsche Telekom (plus 2,3 Prozent) aus dem Handel. Gefragt waren zu Wochenbeginn zudem Titel aus dem Bausektor. Bei Heidelberg Materials relativierte JPMorgan die zuletzt aufgekommenen Bedenken rund um den Emissionshandel, woraufhin die Aktie zwei Prozent zulegte. Hochtief markierten ein neues Rekordniveau und beendeten den Handel mit einem Plus von 5,6 Prozent. Laut Jefferies profitieren Hochtief und die Muttergesellschaft ACS besonders von ihrer starken Position beim Bau von Rechenzentren. Hochtief war damit hinter TKMS der zweitstärkste Wert des Tages im MDAX, gefolgt von der Aktie von Nordex, die 4,6 Prozent zulegte.
Nach einem frischen Allzeithoch rutschte die Siemens-Aktie bis auf das niedrigste Niveau seit Mitte Dezember ab und schloss mit einem Minus von 6,4 Prozent als mit Abstand schwächster Wert im DAX. Beobachter führen die Schwäche auf die Sorge zurück, dass moderne KI-Anwendungen klassische Industriesoftware unter Druck setzen könnten. Zudem werde es aus Sicht von Analysten zunehmend unattraktiv, sämtliche Lösungen gebündelt bei einem Anbieter wie Siemens zu beziehen, da KI flexiblere, offene Software-Architekturen begünstige. Brenntag mit minus 2,1 Prozent und SAP mit minus zwei Prozent gehörten ebenfalls zu den schwächsten Werten des Tages im DAX.
Auch Flatexdegiro setzten die Talfahrt fort. Als schwächster Wert im MDAX gab die Aktie um 6,9 Prozent nach. Seit dem Höchststand Anfang Februar summiert sich das Minus damit auf rund 24 Prozent. Neben der allgemeinen Verunsicherung durch KI-getriebene Konkurrenz belastete zusätzlich eine abgestufte Empfehlung von Exane-BNP-Paribas-Analyst Christoph Blieffert, der sein bisheriges Kaufvotum zurücknahm.
Deutlich unter Druck stand zudem Hapag-Lloyd. Die Aktie verlor im Zuge einer Übernahme am Ende 8,3 Prozent. Die Reederei kündigte an, eine Vereinbarung mit dem israelischen Konkurrenten Zim Integrated Shipping Services getroffen zu haben. Vorgesehen ist der Erwerb aller ZIM-Anteile zu einem Preis von 35 US-Dollar je Aktie in bar, was einem Transaktionswert von über vier Milliarden US-Dollar entspricht.
Heute, 19:04