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Gold: Und was kommt jetzt?

Gold: Und was kommt jetzt?
Foto: Börsenmedien AG
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Markus Bußler 31.03.2014, 08:45 ‧ Markus Bußler
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Nach dem Abverkauf der vergangenen Tage hat sich der Goldpreis zum Ende der vergangenen Woche wieder gefangen. Die wichtige Marke von 1.280 Dollar hat zunächst gehalten. Die Chancen auf einen Rebound stehen gut. Doch zum Durchatmen dürfte es noch zu früh sein.

Das Kapital, das in Folge der Krim-Krise in Gold geflüchtet ist, dürfte mittlerweile den vermeintlich sicheren Hafen wieder verlassen haben. Damit dürfte ein Teil des Verkaufsdrucks gewichen sein. Zudem gibt es ermutigende Zeichen: Die Goldminenaktien haben sich zuletzt gegen den Abwärtstrend gestemmt. Das könnte ein Zeichen für eine Erholung des Goldpreises sein.

Shortpositionen fallen

Dazu passt auch die Entwicklung an der Rohstoffbörse Comex. Dort haben die Commercials ihre Nettoshortpositionen auf Gold mit dem Kursrutsch der vergangenen beiden Wochen deutlich reduziert. Auf der anderen Seite haben die zyklisch agierenden großen Spekulanten ihre Longpositionen zurückgefahren. Beides sind logische und auch gesunde Bewegungen mit Blick auf den Rückgang des Goldpreises.

Gewaltige Nachfrage in Japan

In Japan ist derweil die Nachfrage nach Gold deutlich nach oben geschnellt. Im März verkauften die sieben Filialen des Edelmetall-Spezialisten Tanaka Kikinzoku Jewelry zirka 530 Prozent mehr Goldbarren als ein Jahr zuvor. Nach Medienberichten standen Kunden mehrere Stunden Schlange, um Goldbarren zu kaufen. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen steigt die Verbrauchssteuer auf Gold in Japan zum 1. April von fünf auf acht Prozent. Zum anderen flüchten Anleger angesichts der expansiven Geldpolitik der japanischen Notenbank vermehrt in Gold. Allerdings ist auch das kein Grund für Goldanleger, in Euphorie zu verfallen. Japan ist ein kleiner Goldmarkt. Im vergangenen Jahr lag die Konsumentennachfrage nach Gold lediglich bei 21,3 Tonnen.

Goldpreis in USD
Quelle: Börsenmedien AG

Insgesamt scheint der Goldmarkt sich gerade wieder zu beruhigen. Hält die Marke von 1.280 Dollar, dann stehen die Chancen auf einen Rebound gut. Anleger sollten dabei vor allem die Goldminenaktien im Auge behalten. Sie dürften eine Gegenbewegung anführen. Wünschenswert wäre es auch, wenn sich Silber in einer Aufwärtsbewegung besser entwickeln würde als Gold.

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