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03.03.2020 Markus Bußler

Gold: Fed, Fed, Hurra!

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Gold

Überraschung am Dienstagnachmittag. Die US-Notenbank Fed senkt die Zinsen um 50 Basispunkte. Damit trägt man offensichtlich zum einen den Verwerfungen an den Finanzmärkten Rechnung, zum anderen will man sicherlich auch der Wirtschaft entgegenkommen, die unter den Folgen der Corona-Angst leidet. Während der Dow Jones anfänglich vom Minus ins Plus dreht, einen Großteil der Gewinne aber wieder abgeben muss, profitiert ein anderes Asset: Gold.

Der Goldpreis tendierte den gesamten tag leicht im Plus. Doch nachdem der Zinsschritt der US-Notenbank bekannt gegeben wurde, ging es mit dem Goldpreis kräftig nach oben. Aktuell notiert das Edelmetall 50 Dollar im Plus und hat die Marke von 1.630 Dollar zurückerobert. Prozentual noch stärker geht es für den Silberpreis bergauf. Silber klettert um 3,5 Prozent auf 17,30 Dollar. Nachdem Silber in der vergangenen Woche zu den großen Verlierern am Markt gezählt hat, ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung. Doch bislang konnte noch nicht einmal die Hälfte der Verluste aufgeholt werden.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Technisch gesehen ist die Bewegung insbesondere bei Silber zwar nett, aber aktuell nicht mehr als eine technische Gegenbewegung. Erst ein Überschreiten der 18-Dollar-Marke würde das Bild zugunsten der Bullen kippen lassen. Doch Anleger sollten im Hinterkopf behalten, dass V-förmige Erholungen an der Börse eher die Ausnahme denn die Regel sind. Von daher sollten Anleger in diesen stürmischen Zeiten einen kühlen Kopf behalten. Gold hat zwar im Zuge der Liquiditätsknappheit an den Märkten kurz gelitten, erlangt aber mehr und mehr seinen Status als Sicherer Hafen zurück. Spannend wird es insbesondere bei Silber. Gelingt den Bullen tatsächlich ein Ausbruch über 18 Dollar? Wahrscheinlicher ist, dass die Korrektur noch nicht ganz beendet ist und Silber noch einmal zurücksetzt ehe ein Ausbruch ansteht. So oder so: Die Edelmetalle zeigen leben. Der Aufwärtstrend insbesondere bei Gold bleibt intakt. Dem sollte Silber früher oder später folgen.