12.02.2019 Michel Doepke

Gilead: Der nächste Schock – diese Aktien profitieren

-%
Gilead
Trendthema

In diesem Jahr stehen mehrere Studiendaten im Bereich der nicht-alkoholisch bedingten Fettlebererkrankung (kurz NASH) auf der Agenda. Gilead hat gestern Spätphasen-Ergebnisse (STELLAR-4) zum Hoffnungsträger Selonsertib veröffentlicht – die primären Studienziele erreichte das Unternehmen nicht. Nachbörslich brach die Aktie zwischenzeitlich bis zu fünf Prozent ein. Kleinere Konkurrenten hingegen legten kräftig zu.

Erster Wirkstoff scheidet aus dem Rennen aus

Gilead's Pipeline gegen Lebererkrankungen umfasst weitaus mehr, als Selonsertib. Doch dies ist ein herber Dämpfer für das ohnehin angeschlagene Unternehmen.

Showdown bei anderen NASH-Kandidaten

Nach der Gilead-Enttäuschung richtet sich der Fokus nun auf weitere Studiendaten, die in diesem Jahr noch auf der Agenda stehen. Darunter die NASH-Daten von Ocaliva aus dem Hause Intercept. Aber auch bei den Playern Genfit und Allergan ist mit Ergebnissen zu rechnen. DER AKTIONÄR berichtete bereits über die Unternehmen, die sich in einer fortgeschrittenen Phase befinden.

Nach dem Bekanntwerden des Studienflops bei Gilead zogen zwei Biotech-Aktien kräftig an: Madrigal Pharmaceuticals und der AKTIONÄR-Tipp Viking Therapeutics. Mit Letzterer konnten AKTIONÄR-Leser bereits am NASH-Hype verdienen. Positive Phase-2-Daten ließen den Kurs der Aktie Mitte 2018 um bis zu 130 Prozent in die Höhe schnellen. Vom Kursgewinn ist jedoch nichts mehr übrig.

Impulse voraus

Das Scheitern von Gilead erhöht den Druck auf das Management. Ab den 01. März wird John O'Day die Fäden bei dem Unternehmen ziehen. Für den AKTIONÄR ist klar: Gilead muss umfangreiche Kooperationen schließen oder weitere Übernahmen tätigen, um die schwache Pipeline zu stärken. Die jüngsten Quartalszahlen unterstrichen die massiven Probleme, die Gilead hat.

Zu den heißesten Übernahmekandidaten im Bereich der NASH-Erkrankung zählt zweifelsohne Viking Therapeutics. Zur Stunde legen die Papiere bereits zehn Prozent zu. Nach dem übertriebenen Kursrücksetzer können ausnahmslos hochspekulative Anleger eine kleine Position eingehen. Stopp: 5,80 Euro.