10 Top-Aktien: Kaufen. Halten. Reich werden.
Foto: Börsenmedien AG
22.05.2014 Thorsten Küfner

Gazprom: Ist das erst der Anfang?

-%
DAX

Gazprom konnte gestern endlich die über viele Jahre andauernden Verhandlungen mit China über einen 30-jährigen Gasliefervertrag abschließen. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 400 Milliarden Dollar. Allerdings könnte der Deal dem russischen Gasriesen langfristig noch zusätzliche Erträge einbringen.

Denn die zunächst mit 38 Milliarden Kubikmeter vereinbarte Liefermenge könnte bei Bedarf sogar bis auf 60 Milliarden Kubikmeter erhöht werden. Geht man von dem offiziell zwar nicht bestätigten, aber aus verschiedenen internen Quellen stammenden Preis von 350 Dollar je 1.000 Kubikmeter Erdgas aus, so beläuft sich das Umsatzvolumen bei 38 Milliarden Kubikmeter auf 13,3 Milliarden Dollar pro Jahr. Sollte die Liefermenge irgendwann sogar auf 60 Milliarden Kubikmeter anwachsen, würden sich Gazproms Erlöse auf 21 Milliarden Dollar erhöhen.

„Ein langfristiger Katalysator für die Aktie“

Die Bank-of-America-Analystin Karen Kostanian verweist zudem auf einen weiteren positiven Effekt des Mega-Deals: „Es ist sehr gut, dass Gazprom den Vertrag zum Abschluss gebracht hat. Der Preis scheint gut zu sein und der Deal öffnet Gazprom nicht nur den chinesischen Markt, sondern langfristig auch andere asiatische Märkte. Der Deal könnte also ein langfristiger Katalysator für die Aktie werden.“

Mutige sollten einsteigen

Die Bewertung des hochprofitablen Energieriesen ist mit einem KGV von 3 und einem KBV von 0,3 immer noch extrem günstig. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven gut, die Aktie von Gazprom bleibt für mutige Anleger daher ein klarer Kauf (Stopp: 4,40 Euro).

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
DAX - Pkt.
Gazprom - €

Buchtipp: Modern Money Theory

Manche Ökonomen halten die Modern Money Theory (MMT) nicht nur für die Weiterentwicklung der Thesen von John Maynard Keynes, sondern auch für das richtige oder sogar einzige Rezept für erfolgreiche Finanzpolitik des 21. Jahrhunderts. Andere, wie etwa Paul Krugman, kritisieren sie scharf und warnen vor Hyperinflation. Kann man die Thesen der MMT mit „Mehr Staat, weniger Markt“ angemessen beschreiben? Haben die Ökonomen recht, die wollen, dass sich Geldpolitik an Beschäftigungszielen orientiert? Der passende theoretische Rahmen für Geldpolitik in unserer Zeit oder nur alter Wein in neuen Schläuchen – Kater garantiert? Wer mitreden will, der muss verstehen. Wer verstehen will, dem empfehlen wir diese Einführung ins Thema.
Modern Money Theory

Autoren: Wray, L. Randall
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 06.10.2022
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-852-7