GameStop hat am Dienstag die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Eine große Überraschung blieb dabei aus: Die wesentlichen Eckdaten waren bereits durch die vorläufigen Ergebnisse bekannt. Die Aktie der Videospielehändlers reagierte daher kaum auf die Nachricht.
Der Nettogewinn stieg im abgelaufenen Quartal auf rund 299 Millionen Dollar beziehungsweise 0,51 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum waren es 169 Millionen Dollar. Gleichzeitig bestätigte beziehungsweise erhöhte das Management das Ziel für das bereinigte EBITDA im Gesamtjahr auf mehr als 650 Millionen Dollar.
- Das operative Geschäft bleibt unter Druck, der Umsatz sank um rund 19 Prozent auf 790 Millionen Dollar.
- Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal auf rund 299 Millionen Dollar.
- Statt auf die GameStop-Aktie setzen Anleger auf die im Aktienreport empfohlenen Werte.
Der Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche zeigt, warum die starke Gewinnentwicklung mit Vorsicht zu betrachten ist. GameStop profitiert zunehmend von seinen Investments, während das klassische Videospielgeschäft weiter schrumpft. Die Umsätze mit Videospielen gingen im zweiten Quartal um fast die Hälfte auf 263 Millionen Dollar zurück. Insgesamt sank der Konzernumsatz um rund 19 Prozent auf 790 Millionen Dollar, wie DER AKTIONÄR berichtete.
Besser entwickelte sich das Geschäft mit Sammlerstücken. Der Umsatz in diesem Bereich legte um 57 Prozent auf 356 Millionen Dollar zu. Das reicht allerdings nicht aus, um den Rückgang im Kerngeschäft vollständig auszugleichen.
Für den Gewinn spielt zudem die milliardenschwere Beteiligung an eBay eine immer größere Rolle. Zum Stichtag hielt GameStop 43,4 Millionen eBay-Aktien im Wert von rund 4,9 Milliarden Dollar. Damit entfällt ein erheblicher Teil des Unternehmenswerts inzwischen auf die Beteiligung und nicht auf das operative Geschäft.
Insider greift zu
Neu gegenüber den bereits bekannten vorläufigen Zahlen ist unter anderem ein Insiderkauf. Direktor Lawrence Cheng kaufte GameStop-Aktien im Wert von rund 1,03 Millionen Dollar. Die Transaktion erfolgte in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs.
Ein solcher Kauf kann zwar als Vertrauenssignal gewertet werden. An der grundsätzlichen Situation ändert er jedoch wenig. Das operative Geschäft bleibt herausfordernd, während die Investmentstrategie des Managements für zusätzliche Schwankungen sorgt. Hinzu kommen die Risiken weiterer Kapitalmaßnahmen und einer möglichen Verwässerung der Aktionäre.
Die endgültigen Zahlen liefern kaum neue Argumente für einen Einstieg. Das Kerngeschäft schwächelt weiterhin. Es bleibt dabei: Die GameStop-Aktie ist kein Kauf. Stattdessen setzen Anleger auf diese fünf Gaming-Aktien, die jetzt durchstarten.
Heute, 06:35
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