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Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU: Das sind die Gewinner

Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU: Das sind die Gewinner
Foto: Sora
Euro STOXX 50 -%
Jan-Paul Fóri Heute, 08:05 Jan-Paul Fóri

Indien und die Europäische Union haben sich auf ein Freihandelsabkommen geeinigt – und das zu einem geopolitisch hochsensiblen Zeitpunkt. Premierminister Narendra Modi spricht nicht ohne Grund von der „Mutter aller Deals“. Für Anleger eröffnet das Abkommen neue Perspektiven – vor allem auf der Gewinnerseite.

Das Abkommen verbindet zwei Wirtschaftsräume, die zusammen rund 25 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und etwa ein Drittel des Welthandels repräsentieren. Entstehen soll ein gemeinsamer Markt mit rund zwei Milliarden Menschen. Für Indien kommt der Deal zur rechten Zeit: Nach den massiven US-Zöllen der vergangenen Jahre sucht Neu-Delhi gezielt nach neuen Absatzmärkten – und findet sie nun in Europa.

Die Gewinner des Freihandelsabkommens

In Indien stehen vor allem die Branchen Textil- und Lederwaren sowie Schmuck im Fokus. An der Börse rücken damit indische Schwergewichte wie Titan Company in den Mittelpunkt. Der Schmuckgigant profitiert unmittelbar von sinkenden Exportbarrieren in den europäischen Luxusmarkt. Auch Textilhersteller wie Raymond oder Gokaldas Exports gewinnen an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz aus Südostasien, da ihre Margen durch den Wegfall von Zöllen steigen.

Auf der europäischen Seite profitieren vor allem Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Chemie und Transportmittel. Siemens ist hier der logische Gewinner: Der Konzern ist in Indien bereits tief verwurzelt und wird von der steigenden Nachfrage nach moderner Fertigungstechnik profitieren.

Ebenso rückt die Chemieindustrie mit Werten wie BASF in den Fokus, da Indien einer der wichtigsten Abnehmer für Vorprodukte ist.

Ein weiterer Sektor, der profitieren könnte, ist die Automobilindustrie. Sollten die bisher hohen indischen Importzölle im Zuge des Deals fallen, wäre dies ein möglicher Wachstumstreiber für Volkswagen und Mercedes-Benz, die im indischen Premiumsegment bisher durch die Zollmauer ausgebremst wurden.

Infront Euro Stoxx 50 (WKN: 965814)

Am Dienstagmorgen zeichnet sich dank dem Freihandelsabkommen europaweit ein freundlicher Handelsstart ab. Der EuroStoxx 50 wird zum Handelsstart 0,4 Prozent höher bei 5.982 Zähler erwartet. Auch der DAX dürfte fester in den Tag starten. Anleger bleiben bei BASF und Siemens an Bord.

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