Mehr Insights, mehr Chancen – mit DER AKTIONÄR Plus
Foto: iStockphoto
28.02.2022 Florian Söllner

Exklusiv: Bitcoin statt Swift?

-%
Bitcoin

Die Welt ist eine andere als noch vor einer Woche. Das gilt auch für das Finanzsystem. Viele russische Banken werden vom SWIFT-System abgeschnitten. Kann Russland solche Sanktionen per Blockchain umgehen? DER AKTIONÄR hat am Wochenende zwei Professoren und Experten dazu befragt.

China statt Bitcoin

Prof. Andreas Nölke hatte in der Börsen-Zeitung geschrieben, es würde hier ein Missverständnis geben. Swift sei gar kein Zahlungssystem, sondern „nur“ ein Zahlungsinformationssystem. Daher seien die Swift-Sanktionen symbolisch überhöht. Wir haben bei dem Experten nachgefragt. Könnte der Bitcoin das Vakuum füllen? 

Nölke: „Krypto-Währungen sind noch nicht so weit, um derzeit Transaktionen im Volumen der Handelsbeziehungen Russlands abzuwickeln. Russland wird sicher das eigene System (SPFS) nutzen, um die SWIFT-Sanktionen zu umgehen. Falls die chinesische Regierung dem zustimmt, wird es auch das chinesische System (CIPS) nutzen.“ Von den neuen Sanktionen sei jene gegen die Zentralbank die schärfere.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Bitcoin? In einem Jahr vielleicht

Kann Bitcoin Swift ersetzen? Blockchain-Experte Prof. Philipp Sandner äußert sich gegenüber dem AKTIONÄR ähnlich: „In der Breite und der Schnelle nicht, wenn dann punktuell. Unternehmen sind weder in Russland noch der Welt in der Lage, Bitcoins zu halten, zu versenden oder zu empfangen.“ Aber: „Binnen zwölf Monaten kann sich hier viel ändern.“

Anfang des Jahres hatte die russische Zentralbank Verbote ins Spiel gebracht, sich das Finanzministerium jedoch eher moderat geäußert. Vladimir Putin hielt sich das Thema offen: „Wir haben hier gewisse Wettbewerbsvorteile, vor allem im Krypto-Mining.“

Mehr zum Krieg, Bitcoin, Solar und Wind sehen Sie im neuen AKTIONÄR TV:

Solar, Wind, Bitcoin im TV-Check

Übrigens: Anfang 2016 hat der AKTIONÄR Hot Stock Report seine Leser auf die nahende neue „Welle des Bitcoins“ hingewiesen. Nach einer 10.000-Prozent-Rally hat der Wind aktuell gedreht. Nach der großen Wende kaufen wir heute weitere Solar- und Windaktien. Hier informieren wie Sie über neue Chancen und das Depot 2030.

Grünes Depot 2030

Hinweis auf Interessenskollision:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Florian Söllner ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Bitcoin - $

Buchtipp: Krisenfest

Wir schreiben das Jahr 2020. Die Welt ist im ­Krisenmodus. Die globale Pandemie verunsichert die Menschen. Die Börsen crashen – um direkt danach wieder steil anzusteigen. Der Zustand unseres Geldsystems ist besorgniserregend. Nega­tive Zinsen und wachsende Staatsverschuldung sind an der Tagesordnung. Kurz gesagt: Vermögensaufbau und Vermögensschutz waren selten so wichtig wie heute. Aaron Koenig widmet sich in seinem neuen Buch den Fragen, welche die Anleger jetzt umtreiben: Wie schütze ich meine Erspar­nisse? Wie sichere ich mein Geld gegen eingefro­rene Konten, Enteignungen und andere finanzielle Repressionen? Welche Investmentstrategien funktionieren auch in Krisenzeiten? Koenig spannt den Bogen von passivem Einkommen über Kryptowährungen als Absicherung bis hin zu krisensicheren Kommunikationstechniken und Verschlüsselungsmethoden. Das richtige Buch zur richtigen Zeit.
Krisenfest

Autoren: Koenig, Aaron
Seitenanzahl: 192
Erscheinungstermin: 23.07.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-660-8