E.on treibt den Umbau der Energieinfrastruktur mit Hochdruck voran – und profitiert bereits spürbar davon. Dank milliardenschwerer Investitionen in die Netze kletterte das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 9,85 Milliarden Euro. Insgesamt investierte der Konzern 8,5 Milliarden Euro. Für Finanzchefin Nadia Jakobi sind die starken Ergebnisse zugleich Basis und Antrieb für weitere Milliardenprojekte. 2026 sollen die Investitionen auf 8,7 Milliarden Euro steigen.
Auch beim Ausblick zeigt sich der Essener Energieriese robust. Für 2026 wurden die Vergleichswerte aus 2025 um temporäre regulatorische Effekte im Netzgeschäft bereinigt. Auf dieser Grundlage peilt E.on ein bereinigtes Ebitda von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro an – im ungünstigsten Fall also auf Vorjahresniveau. Der bereinigte Konzernüberschuss soll zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro liegen.
Langfristig setzt E.on ein klares Signal: Bis 2030 will der Konzern 48 Milliarden Euro in die Energieinfrastruktur investieren. Der Löwenanteil von 40 Milliarden Euro fließt in Ausbau, Modernisierung und Digitalisierung der Verteilnetze. Diese Offensive soll sich auch ertragsseitig auszahlen. Für 2030 stellt E.on ein bereinigtes Ebitda von 13 Milliarden Euro sowie einen bereinigten Konzernüberschuss von 3,8 Milliarden Euro in Aussicht.
Zudem hat E.on eine Erhöhung der Dividende von 0,55 auf 0,57 Euro je Aktie vorgeschlagen. Beim aktuellen Kurs entspricht dies einer Rendite von gut drei Prozent.
Zu den Ergebnissen des abgelaufenen Geschäftsjahres sagte Vorstandsvorsitzender Leonhard Birnbaum: „E.on hat 2025 operativ auf ganzer Linie geliefert. Wir machen Tempo, beim Ausbau der Netze, der konsequenten Digitalisierung des Energiesystems und mit neuen Lösungen für unsere Kundinnen und Kunden. Diese Dynamik ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis klarer Prioritäten und der Leistungsstärke unserer Teams in allen Märkten. Unser Geschäftsmodell hat sich in einem volatilen Umfeld erneut als robust und für unsere Aktionäre als attraktiv erwiesen. Auf diesem Fundament bauen wir konsequent die Infrastruktur weiter aus, die Europa für eine sichere, nachhaltige und bezahlbare Energiezukunft braucht.“
Die Aktie von E.on hat sich seit Ende 2022 extrem stark entwickelt. Zuletzt hat sie ein neues Hoch seit 2012 erreicht. Nun setzen erste Gewinnmitnahmen ein. Im frühen Handel auf Tradegate verliert das Papier gut zwei Prozent. AKTIONÄR-Leser liegen seit der Empfehlung vor rund einem Jahr aber weiter kräftig im Plus. Rund 60 Prozent ging es seitdem nach oben. Der DAX-Titel ist eine Halteposition.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: E.on.
Heute, 08:16