28.01.2019 DER AKTIONÄR

Elektroauto-Party vorbei? 14 Millionen Elektroautos ohne Käufer 2030? Schreck-Studie für Tesla und Co

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Tesla
Trendthema

Die gute Nachricht zuerst: Quasi alle Autokonzerne der Welt schwenken massiv auf den Elektroantrieb um. Die Auswahl für Kunden steigt immens. Auch wegen immer strengerer Abgasvorgaben werde ab nächstes Jahr Daimler, BMW, Jaguar, Porsche, Volkswagen, Ford, Hyundai und dutzende andere Hersteller E-Autos mit hoher Reichweite im Programm haben. Während 2018 bereits zwei Milllionen akkubetriebene Autos verkauft werden, dürften es 2020 schon vier Millionen sein, rechnen die Marktforscher von Deloitte vor.

Schlechte Nachricht: Massive Überkapazitäten

Ab 2021 geht es richtig los. Dann würden Elektroautos mit Hilfe von Förderungen günstiger im Betrieb als Verbrenner. 2025 würden 12 Millionen Elektroautos verkauft und 2030 sogar 21 Millionen. Doch es gibt einen Haken: Deloitte fürchtet, dass die zahlreichen Elektroauto-Investitionen der Hersteller zu viel für den noch jungen Markt sind. Bis 2030 wird eine weltweite Überkapazität von 14 Millionen Elektroautos befürchtet. Die Auswirkungen sind klar: Massiver Kampf um die Kunden und eine Rabattschlacht unter den Autoherstellern. Doch Deloitte weckt Hoffnung – vereinzelt können sich Hersteller wohl trotzdem behaupten: „Diese, die Vertrauen in ihre Marke aufbauen, eine gute Kundenerfahrung bieten und auf neue Trends wie Sharing reagieren, können dies erfolgreich managen.“

Die Tesla-Aktie bleibt deutlich unter der wichtigen 300-Dollar-Marke. Neben skeptischen Analystenstimmen sorgen Presseberichte für Ernüchterung. Bloomberg und CNBC zitieren gerade entlassene Mitarbeiter, die verraten, dass die Produktionsziele für die Premiummodelle S und X "substanziell" reduziert wurden. Im neuen AKTIONÄR TV thematisiert Florian Söllner die Gründe des Absturzes. Das sind neben der US-Förderkürzung vor allem neue Rivalen wie der Porsche Taycan und geringe Markteintrittsbarrieren: „Es gibt keine geheime Super-Technologie von Tesla.“ Charttechnisch aber auch aufgrund des „vielfach höheren“ KUVs im Vergleich zu BMW und Co rät Söllner im neuen Video weiter vom Kauf ab. Hier die Details zu Tesla ab Minute 10:42.

Tesla verkauft derzeit rund 100.000 Model X und S pro Jahr. Doch Porsche-USA-CEO Klaus Zellmer sagte bereits im Dezember: „Mehr als die Hälfte der Personen, die den Taycan angezahlt haben, besitzen noch keinen Porsche.“ Auf die Frage, welche Marke sie bisher fahren, sagte Zellmer: „Wenn Kunden von anderen Marken kommen, waren es bisher Audi, BMW oder Mercedes. Jetzt ist es Tesla."

Hier alle Trades aus 1. Hand

Es macht wieder Spaß – die Marktlage ist wie gemacht für die antizyklische Strategie des Hot Stock Report. Wir sind überzeugt: Es ist ein guter Zeitpunkt, wieder aktiv zu werden – einen Teil des trockenen Pulvers jetzt in den Markt zu schießen. Probieren Sie es aus: Das Probeabo für den Hot Stock Report gibt es nun mit 60 Prozent Preisvorteil. Das größte Plus: Sie erhalten direkt die erste Ausgabe mit zwei neuen Trades, die so stark wie die letzten performen können. 12 weitere Ausgaben folgen.

Der Großteil der letzten Trades und die Entwicklung der Depot-Aktien ist sehr erfreulich. Hier eine Auswahl:

Kauf EA am 4.1: + 14 %

Kauf BVB am 4.1. + 9 %

Trading-Tipp Glu Mobile 20.12: +25 %

Depot-2030-Aktie Scout24: +14 %