Börsen-Achterbahn: Jetzt richtig handeln
Foto: Börsenmedien AG
26.03.2019 Michael Schröder

Eindeutige Vorzeichen im TecDAX: Aixtron Schlusslicht, Wirecard Top-Gewinner

-%
Aixtron

Während die Wirecard-Aktie nach Vorlage des mit Spannung erwarten Prüfberichts der Kanzlei Rajah & Tann haussiert, notieren am anderen Ende der TecDAX-Rangliste die Papiere von Aixtron mit einem leichten Minus. Fundamentale Neuigkeiten gibt es bei dem Halbleiterzulieferer keine. Dennoch sollte die Aktie ihre Aufwärtsbewegung in den kommenden Tagen fortsetzen. 

Mit dem Kurssprung bei Schwergewicht-Wirecard ist auch der TecDAX heute Nachmittag deutlich angesprungen.

Foto: Börsenmedien AG

Quelle: Bloomberg

An der Aixtron-Aktie ist dieser Aufschwung dagegen komplett vorbei gegangen. An den fundamentalen Eckpunkten hat sich hier zuletzt auch nichts getan. Im abgelaufenen Jahr hat die Gesellschaft den 2017 vollzogenen Turnaround bestätigt. Es wird allerdings nicht einfach werden, das Tempo im noch jungen Jahr 2019 aufrecht zu halten. DER AKTIONÄR legt die Messlatte für 2019 daher zunächst nicht so hoch:

276,5

Der Auftragseingang liegt aktuell bei 303 Millionen Euro, soll im laufenden Jahr aber auf 220 bis 260 Millionen Euro fallen. Doch die Gesellschaft hat noch ein paar Trumpfkarten in der Hinterhand: Neben der Erschließung der Wachstumspotenziale im Bereich Leistungselektronik sorgen (im zweiten Halbjahr mögliche) Aufträge für neu entwickelte OLED-Anlagen für Fantasie. Damit bleibt die Hoffnung, dass die Investitionszurückhaltung der Kunden doch nur vorübergehender Natur ist.

Foto: Börsenmedien AG

Ebenfalls interessant: Samsung warnte heute, die Prognose für das erste Quartal nicht erfüllen zu können. Was vor wenigen Monaten den gesamten Chip-Sektor tief ins Minus gerissen hätte, lässt heute die Branche und auch die Aixtron-Aktie kalt.

Das AKTIONÄR-Fazit hat daher Bestand: Die Deutsche Bank hat mit ihrem Update den Startschuss für eine neue Aufwärtsbewegung gegeben. Die Aktie löst sich von der horizontalen Unterstützung im Bereich der Tiefs von Oktober und Dezember 2018. Das nächste Ziel bleibt daher die 10-Euro-Marke.

 

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6