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„Dümmste Prognose ever“ oder Glücksfall für Tesla und Daimler?

„Dümmste Prognose ever“ oder Glücksfall für Tesla und Daimler?
Foto: Tesla
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Florian Söllner 19.12.2021, 12:47 ‧ Florian Söllner
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Der Siegeszug des E-Autos ist unaufhaltbar. Volkswagen, Daimler, Ford und Tesla planen dutzende weitere, immer günstigere Batteriemodelle bis 2030. Auch wollen neue Regierungen in Europa und Übersee dem Elektroauto zum Durchbruch verhelfen. Doch wie schnell der Umstieg vom Verbrenner auf die Batterie vollzogen wird und ob nicht doch grüne Kraftstoffe oder Wasserstoff in Zukunft eine Rolle spielen, darüber wird weiter munter diskutiert.

So hat KI-Experte Jim Harris eine Prognose von Prof. Ray Wills geteilt. Demnach werden in einigen Jahren weltweit nur noch vollelektrische Autos verkauft. Was ein Glücksfall für große E-Auto-Produzenten wie Tesla oder Volkswagen wäre, erscheint vielen jedoch als zu optimistisch. „Ich habe auch Drogen genommen“, so ein Kommentar auf Twitter. Ein anderer bezeichnet die Hochrechnung als „dumbest prediction I have ever seen.“

Rechnung ohne Indien gemacht?

Zwar ist ein 100-Prozent-Siegeszug in westlichen Märkten wie Norwegen realistisch. Doch in Emerging Markets wie Indien besitzen erst zwei Prozent der Bewohner ein Auto. Der jährliche Absatz wird sich dort bis 2030 auf rund sechs Millionen Fahrzeuge verdoppeln – und es scheint fragwürdig, dass dieses Wachstum ohne klassische Antriebe vonstattengeht. Die Bank of Montreal (BMO) glaubt: Selbst wenn 2040 weltweit das erste Mal mehr Autos mit Elektroantrieb verkauft werden als mit einem Verbrennungsmotor, besteht der Bestand der gesamten Fahrzeugflotte zu diesem Zeitpunkt erst zu rund einem Viertel aus Elektroautos.

Klar ist jedoch: Egal mit welchem Antrieb, das Auto der Zukunft ist smart und vernetzt. So wird die Anzahl der Prozessoren in einem Auto von nun 45 auf 60 im Jahr 2030 zunehmen. Beeindruckend: Dank Radar-, Kamerasensoren oder Entertainment steigt die tägliche Datenmenge in einem Elektroauto von jetzt zwei auf 50 Gigabyte. 

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