Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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08.09.2020 Martin Weiß

Dow Jones verliert 450 Punkte: Nur drei Aktien stemmen sich gegen den negativen Trend

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DowJones

An der Wall Street hagelt es am Dienstag Verluste und 27 der 30 Index-Mitglieder notieren im Minus. Am heftigsten erwischt es den skandalgeplagten Flugzeugbauer Boeing, dessen Aktien auf den niedrigsten Stand seit Juni zu sinken drohen. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Der Dow Jones fällt gegen 17:30 Uhr MESZ um 450 Punkte auf 27.681 Zähler. Rund die Hälte des Tagesverlustes geht auf das Konto von Boeing, Chevron, Goldman Sachs, Microsoft und Apple. Die Aktien des Flugzeugbauers leiden unter der Ankündigung der US-Flugaufsicht, die Produktionsprozesse bei Boeings 787 untersuchen zu wollen. Das Minus von 4,1 Prozent führt den Wert nun in Richtung der Unterstützungsmarke bei 153 Dollar. Ein Break eröffnet Abwärtspotenzial bis aufs Jahrestief bei 122 Dollar.

Boeing (WKN: 850471)

Nur drei Titel stemmen sich am Nachmittag gegen den schwachen Trend im Gesamtmarkt: Disney (+3%), Nike und McDonald's. Die Aktie des Unterhaltungskonzerns profitiert von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank ("Buy"). Disney "zeigt einen klaren Weg zur erfolgreichen Transformation [...] in ein weltweit führendes, vertikal integriertes Streaming-Unterhaltungsunternehmen", schreibt der Analyst. "Das deutlichste Zeichen dafür, dass Disney bei der Umstellung seines Geschäftsmodells erfolgreich ist, ist - abgesehen von den beeindruckenden Abonnentenzahlen - ist die Entscheidung des Managements, einige der traditionellen Netzwerke stillzulegen.

Walt Disney (WKN: 855686)

Für die Aktie des Sportartikelherstellers Nike geht es um 0,8 Prozent auf 113,31 Dollar nach oben. Der Dow-Titel hatte bereits in den letzten Tagen kaum negativ auf die Abwärtsbewegung im Dow Jones reagiert und notiert weiter in der Nähe der Rekordhochs (117 Dollar).

Dritter im Bunde unter den "Ausreißern" ist McDonalds mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 214 Dollar. Nach dem März-Crash und dem Absturz auf 124 Dollar zählt der Evergreen an der Wall Street zu den Corona-Profiteuren. Setzt sich die relative Stärke fort, dürfte die Buger-Kette schon bald einen Angriff auf das Allzeithoch aus dem Juli starten.

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