25.06.2018 Michel Doepke

Dividendenperle Roche: Neues vom großen Hoffnungsträger

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Der Pharma-Konzern Roche kann bei einem der wichtigsten Wirkstoffe in der Pipeline erneut punkten. Im Rahmen der IMpower133-Studie gelang es den Schweizern erneut positive Resultate mit dem Immuntherapeutikum Tecentriq in Kombination mit einer Chemotherapie gegen zuvor unbehandeltem Lungenkrebs zu erzielen. Die Studienergebnisse unterfüttern damit die starke Position von Roche mit Tecentriq im umkämpften Markt der Immunonkologie.

Bei den therapierten Patienten konnte sowohl das allgemeine als auch progressionsfreie Überleben verbessert werden, so der Pharma-Konzern in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Ergebnisse sind enorm wichtig für Roche. Denn bei den Top-Sellern Herceptin und Avastin werden in den kommenden Jahren durch Biosimilars und anderen Konkurrenzprodukten webrechen.

Tecentriq ist eine der größten Hoffnungen: Die bei der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatz von 812 Millionen Euro für das Immuntherapeutikum. Im kommenden Geschäftsjahr soll Tecentriq zum Blockbuster avancieren, 2021 kalkulieren die Experten mit Erlösen von rund 3,5 Milliarden Euro. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig Studienerfolge von Tecentriq für den Pharma-Konzern sind. Denn die Konkurrenz schäft nicht: Astrazeneca, Bristol-Myers sowie Merck & Co wollen sich auch ein großes Stück vom milliardenschweren Kuchen sichern.

Aktie zum Wochenbeginn gefragt

Zum Start der neuen Handelswoche profitiert die Roche-Aktie von den positiven Daten und nähert sich damit wichtigen Widerständen. Im Bereich von 230,60 Schweizer Franken befindet sich die 200-Tage-Linie, bei rund 238 Franken verläuft der seit Mitte 2017 bestehende Abwärtstrend und bei 240 Franken lauert der nächste Widerstand. Trotz der nach wie vor angespannten charttechnischen Lage rät DER AKTIONÄR zum langfristigen Kauf der Genussscheine von Roche (WKN 855167). Zudem kommen investierte Anleger auf dem aktuellen Kursniveau in den "Genuss" einer Dividendenrendite von 3,9 Prozent.