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Dividendenperle Equinor: Das schmerzt

Dividendenperle Equinor: Das schmerzt
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Equinor ASA -%
Thorsten Küfner Heute, 13:08 Thorsten Küfner

Die Aktie von Equinor steht am Mittwoch unter Druck, obwohl der norwegische Energiekonzern starke Quartalszahlen vorlegte. Belastend wirkte vor allem ein schwächer als erwarteter Cashflow. Der bereinigte Gewinn vor Steuern kletterte im ersten Quartal von 8,65 auf 9,77 Milliarden Dollar und lag damit über den Analystenschätzungen.

Auch das operative Ergebnis nach Steuern übertraf mit 2,86 Milliarden Dollar die Markterwartungen. Rückenwind erhielt Equinor insbesondere durch die hohen Öl- und Gaspreise. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran war der Brent-Ölpreis zeitweise auf mehr als 100 Dollar je Barrel gestiegen. Zusätzlich verteuerte sich Erdgas in Europa, nachdem Lieferungen von Flüssiggas aus Katar beeinträchtigt worden waren.

Die tägliche Fördermenge erreichte mit 2,31 Millionen Barrel Öläquivalent einen neuen Rekordwert. Im Vorjahreszeitraum hatte Equinor noch 2,12 Millionen Barrel pro Tag produziert. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 2,22 Millionen Barrel gerechnet. Anders als viele Wettbewerber blieb Equinor von direkten Produktionsausfällen verschont, da der Konzern im Nahen Osten keine eigenen Förderanlagen betreibt.

Enttäuschend entwickelte sich allerdings der operative Cashflow nach Steuern. Dieser sank um 19 Prozent auf etwas mehr als 6,0 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Prognosen deutlich. Als Ursache nannte das Management unter anderem höhere Sicherheitsleistungen im Energiehandel infolge der starken Marktschwankungen. Konzernchef Anders Opedal geht davon aus, dass die Auswirkungen des Konflikts auf die globalen Energiemärkte noch lange spürbar bleiben werden. Selbst bei einem schnellen Ende der Krise dürfte es seiner Einschätzung nach mindestens sechs Monate dauern, bis sich die Lage normalisiert.

Stark präsentierte sich indes die Handelssparte des Konzerns. Der Bereich Downstream und Energiehandel erzielte einen Gewinn von 787 Millionen Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen klar. Trotz der hohen Gewinne bleibt die Quartalsdividende unverändert bei 0,39 Dollar je Aktie. Zudem bestätigte das Unternehmen seine Pläne, die Aktienrückkäufe 2026 deutlich zu reduzieren, um finanziell flexibel zu bleiben.

Equinor (WKN: 675213)

Der heutige Kursrutsch schmerzt, erscheint allerdings auch überzogen. Grundsätzlich läuft es für Equinor aktuell operativ absolut rund. Klar ist aber auch: Endet die Blockade der Straße von Hormus irgendwann doch, dürften die Öl- und Gaspreise wieder kräftig nachgeben. Die Equinor-Aktie bleibt daher weiter eher für Mutige geeignet. Wer bereits investiert ist, beachtet weiterhin den Stoppkurs bei 24,00 Euro. 

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