02.04.2020 Florian Söllner

Dickes Lob für Tesla: „Das Model Y ist viel besser als das Model 3“ – Überraschung beim Cybertruck

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Tesla

Schwere Zeiten für die Autobranche. Auch Elektroautobauer sind vom Coronavirus betroffen. Hinzu kommt, dass gerade jetzt in wichtigen Märkten Förderungen reduziert werden könnten. So meldet Bloomberg, dass China zwar seine Unterstützung für batteriebetriebene Autos bis 2022 verlängert, doch gleichzeitig die Stimmen lauter werden, die Förderung schon Ende 2020 um zehn Prozent zu reduzieren.

Inmitten dieser schwierigen Lage gibt es auch hoffnungsvolle News zu Tesla. So hat sich jetzt der bekannte Autoexperte Sandy Munro das Model Y vorgenommen. Munro schwärmte 2016 im Interview mit dem AKTIONÄR noch von der Carbon-Bauweise des BMW i3. Nach anfänglicher Kritik am Tesla Model 3 („Spaltmasse wie ein alter Hyundai“) hat Tesla jedoch nachgebessert und sich Munro  auch für die Autos von Elon Musk erwärmt.

Munro, der Autos nach und nach in alle seine Einzelteile zerlegt und analysiert, hat einen starken Ersteindruck vom Model Y. „Es wird sich verkaufen“. Er habe nicht viel Negatives zu sagen. Er hat zwar leichte Spaltmaßabweichungen entdeckt, doch das Model Y sei „viel besser als das Model 3, als wir es bekommen hatten.“ Die Probleme, die er entdeckt habe, seien so gering, dass sie der durchschnittliche Kunde gar nicht wahrnehme. Angetan ist er vom großen Stauraum, der den des Rivalen BMW X3 deutlich übertreffe.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Auch wenn derzeit die Verkäufe der alten Modelle S und X leiden dürften, einen Lichtblick gibt es aus der Zukunft. CNET zitiert Zahlen aus dem Cybertruck Owners Club, wonach sich mittlerweile schon 622.000 Personen einen Cybertruck reserviert haben. Im November hatte Musk noch von 250.000 gesprochen.

Der Cybertruck rollt 2021/22 in den Markt. Zunächst bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. JMP Securites hatte gestern seine Schätzung für den 2020er-Absatz deutlich gesenkt. Statt 523.000 ausgelieferte Teslas werden nun nur noch 433.000 erwartet. Die Analysten sehen im Q1 eine Schwäche in Asien und Europa und dann im Q2 in den USA. Berenberg glaubt, dass in den USA und Europa 2020 rund 40 Prozent weniger Elektroautos als 2019 verkauft werden.

Die aktuelle Einschätzung zur Tesla-Aktie sehen Sie im AKTIONÄR TV:

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

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