Die DHL Group ist deutlich stärker ins neue Jahr gestartet als erwartet. Im ersten Quartal legte der operative Gewinn (Ebit) gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro zu, wie der DAX-Konzern am Donnerstagmorgen bekannt gab. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet.
Auch beim freien Cashflow vor Unternehmensverkäufen und -zukäufen übertraf DHL die Prognosen klar: Dieser stieg um rund zwei Drittel auf 1,2 Milliarden Euro. Analysten hatten hier im Vorfeld lediglich mit 472 Millionen Euro gerechnet.
Der Umsatz ging etwas deutlicher als erwartet um etwa zwei Prozent auf 20,4 Milliarden Euro zurück, was vor allem auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist. Gleichzeitig legte der den Aktionären zurechenbare Gewinn um 3,3 Prozent auf 812 Millionen Euro zu und fiel damit ebenfalls besser aus als prognostiziert.
Konzernchef Tobias Meyer bekräftigte zudem die Ziele für das Gesamtjahr und verwies auf die Robustheit des Geschäftsmodells sowie die Wirkung der eingeleiteten Sparmaßnahmen. Der Konzern rechnet im weiteren Jahresverlauf aber mit anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten. DHL erwartet für das Gesamtjahr weiterhin ein operatives Ergebnis von über 6,2 Milliarden Euro und einen Free Cashflow (ohne M&A) von rund drei Milliarden Euro.
„Nach den ersten drei Monaten sind wir auf einem guten Weg, unsere Jahresziele zu erreichen. Unser erfolgreicher Jahresstart unterstreicht die Resilienz unseres Geschäftsmodells und die Wirksamkeit unserer Effizienzmaßnahmen. Gerade in Zeiten geopolitischer Verwerfungen zeigen sich zudem die Vorteile unserer starken globalen Aufstellung mit erfahrenen lokalen Managementteams. Trotz blockierter Seewege und gesperrter Lufträume halten wir die Lieferketten unserer Kunden am Laufen“, so Meyer.
Die Aktie der DHL Group ist in den vergangenen Monaten in einer breiten Range seitwärts gelaufen. Zuletzt kam wieder etwas mehr Druck auf und das Papier ist unter die 50-Tage-Linie zurückgefallen. Diese gilt es nun, möglichst rasch zurückzuerobern. Insgesamt ist DHL weiter gut aufgestellt. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 39,00 Euro investiert.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.
Heute, 07:23