07.11.2019 Michael Schröder

Deutz: Fliegt die Aktie bald wieder über den Wolken?

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Deutz
Trendthema

Deutz hat im dritten Quartal der Konjunkturschwäche getrotzt und den Umsatz kräftig gesteigert. Auch operativ befindet sich der Motorenhersteller insgesamt auf Kurs. Der Konzern ist damit auf einem guten Weg, die zuletzt modifizierte Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr zu erreichen. Die Aktie erwacht aus ihrer Lethargie und könnte nun eine neue Aufwärtsbewegung starten.

Deutz erzielte in den ersten neun Monaten ein Umsatzwachstum von 6,4 Prozent auf 1,379 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) ist in den ersten drei Quartalen um 50,8 Prozent auf 69,2 Millionen Euro gestiegen. Das bereinigte Konzernergebnis erhöhte sich um 31,5 Prozent auf 46,8 Millionen Euro, das entsprechende bereinigte Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 0,39 Euro. Mehr Details zu den Zahlen gibt es hier.

Der soliden Profitabilität steht ein schwacher Auftragseingang gegenüber. Der Auftragseingang ist aber durch die Verlangsamung des Marktwachstums gekennzeichnet. Deutz verbuchte im Berichtszeitraum Aufträge in Höhe von 1,315 Milliarden Euro. Damit lag der Auftragseingang 15,1 Prozent unter der starken Vorjahresbasis. Mit Blick auf das dritte Quartal reduzierte sich der Auftragseingang im Vorjahresvergleich um 20 Prozent auf knapp 362 Millionen Euro.

Trotz des anhaltend herausfordernden makroökonomischen sowie geopolitischen Umfelds bestätigt der Vorstand seine aktuelle Umsatz- und EBIT-Prognose für das Gesamtjahr 2019. So wird weiterhin eine Umsatzsteigerung auf mehr als 1,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,78 Milliarden Euro) und eine EBIT-Rendite vor Sondereffekten in der Bandbreite von vier bis fünf Prozent erwartet.

Deutz (WKN: 630500)

Die Aktie dümpelte in den letzten Wochen im Bereich der 5-Euro-Marke seitwärts. Die heutige Kursreaktion zeigt, dass viele negative Aspekte wie der schwache Auftragseingang auf diesem Niveau eingepreist waren. Der Deutz-Vorstand hat seien Hausaufgaben gemacht, um wieder nachhaltig auf den Wachstumspfad zurückzukehren. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf ein Comeback des Motorenherstellers. Mit dem Sprung über den charttechnsichen Widerstand bei 5,85 Euro würde ein Kaufsignal mit erstem Ziel 6,75 Euro generiert.

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