22.10.2015 Sebastian Schinhammer

Deutscher Paypal Konkurrent expandiert in die USA

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DAX

Das Berliner Start-up SumUp macht den Sprung über den großen Teich - nämlich den Markteintritt in die USA. Das Unternehmen bietet einen Kartenterminal für Händler an, der Kredit- oder EC-Karten von Kunden mit dem Smartphone oder einem Tablett akzeptiert. 

Chance bei Marktumstellung

Der Zeitpunkt des Einstiegs ist günstig gewählt. Denn seit Oktober sind US-Händler selbst für die Transaktionen verantwortlich, wenn die Kunden über einen Magnetstreifen auf ihrer Karte bezahlen. Denn: Es wird ein Zahlungsstandard namens EMV eingeführt, der über einen Chip funktioniert und in England oder Australien bereits gang und gäbe ist. Bezahlkarten mit Chip gelten als wesentlich sicherer, so dass die Händler in den USA ihre Bezahlsysteme nach und nach updaten werden. Doch gerade einmal die Hälfte aller kleinen Händler sei sich dieser Umwälzungen bewusst, sagt Daniel Klein, CEO von SumUp. Denn bei Betrugsfällen stehen nun die Händler in der Kreide, sollten sie noch auf das alte System vertrauen. Hier sehe sich das Unternehmen als  "Partner" bei der Umstellung.

Auf genügend Erfahrung mit Bezahlmöglichkeiten kann SumUp schon zurückblicken. Das 2011 gegründete Unternehmen ist in insgesamt 15 Ländern vertreten. Kooperationen bestehen mit großen Playern: UBS, Unicredit, Tupperware oder mytaxi. 50 Millionen Euro an Investionen konnte bislang SumUp einsammeln - unter anderem sind der Venture Incubator, Groupon, American Express und die Bank BBVA mit an Bord. Doch die Konkurrenz in den USA ist lebhaft: So mischen unter anderem Paypal Here mit seiner eigenen Zahlungsplattform, der europäische Marktführer iZettle sowie die Firma Square von Twitter Mitbegründer Jack Dorsey mit.

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