31.05.2017 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Was läuft da mit China?

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Deutsche Bank
Trendthema

Die Deutsche Bank muss nach der jüngsten Kapitalerhöhung und der Einleitung des Konzern-Umbaus wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Die Vertrauenskrise im vergangenen Jahr, ausgelöst durch Rechtsstreitigkeiten in den USA, hatte viele Kunden verschreckt. Mut macht jetzt eine Milliarden-Finanzierung in Fernost.

„Neue Seidenstraße“ als Chance

China plant Gewaltiges: Die historische Route der „Seidenstraße“ nach Europa soll zu neuem Leben erweckt werden. Investitionen in die Infrastruktur in Billionenhöhe sollen neue Märkte erschließen und den Handel fördern. Die Deutsche Bank beteiligt sich nun laut dem Handelsblatt als eine der ersten Auslandsbanken an dem Jahrhundertprojekt. Die Frankfurter haben eine Kooperation mit der China Develpoment Bank geschlossen, die zunächst für fünf Jahre gilt. Die Geldhäuser wollen jeweils für drei Milliarden Dollar Projekte finanzieren.

Für die Deutsche Bank steht in China zudem eine weitere wichtige Entscheidung an: Der Konzern soll sich laut Finanzkreisen um eine Erlaubnis zur Platzierung von Anleihen in chinesischem Yuan bemühen. Das wäre ein klarer Wettbewerbsvorteil im Land der Mitte, der bisher nur wenigen ausländischen Banken vorbehalten ist. Die Deutsche Bank so alle Leistungen aus einer Hand anbieten. Viele Unternehmen, die sich über Yuan-Anleihen finanzieren, zählt die Deutsche Bank schon zu ihren Kunden.

Positive Entwicklung

Der Deutschen Bank gelingt mit dem Einstieg in das Projekt „Neue Seidenstraße“ endlich ein richtiger Coup. Auf Sicht von mehreren Jahren wartet hier ein großes Geschäftspotenzial, das der Konzern heben kann.

DER AKTIONÄR hält die Aktie der Deutschen Bank für einen klaren Kauf. Das erwartete KGV für das kommende Jahr liegt bei nur 10. Zudem deutet das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,5 auf eine Unterbewertung hin. Das Kursziel liegt bei 25 Euro. Ein Stopp sollte bei 14 Euro platziert werden.