14.01.2015 Andreas Deutsch

Deutsche Bank: War's das schon wieder?

-%
Deutsche Bank

Die Achterbahnfahrt an der Börse geht weiter. Nachdem die Aktie der Deutschen Bank mit einem stattlichen Plus aus dem Dienstagshandel gegangen war, kommt es im frühen Handel am Dienstag wieder zu Gewinnmitnahmen. Dabei gibt es einen positiven Analystenkommentar.

Robert Murphy, Analyst von HSBC, stuft die Deutsche-Bank-Aktie weiterhin mit „Übergewichten“ ein. Das Kursziel sieht der Experte nach wie vor bei 31 Euro. Murphy ist einer von 21 bullishen Analysten. 16 Experten sagen „Halten“, acht Analysten empfehlen den Anlegern, sich von ihren Deutsche-Bank-Anteilen zu trennen. Das durchschnittliche Kursziel beläuft sich auf 30,40 Euro.

Hoffnung auf die EZB

Am Dienstag war die Deutsche-Bank-Aktie mit einem Plus von 3,2 Prozent aus dem Handel gegangen. Der DAX kletterte um 1,6 Prozent auf 9.941 Punkte. Er profitierte dabei von Hoffnungen auf weitere EZB-Konjunkturspritzen und von guten Geschäftszahlen von Unternehmen.

„Der sinkende Ölpreis samt dem damit verbundenen Deflationseffekt ist ein starkes Argument für die Europäische Zentralbank, am 22. Januar einen massenhaften Ankauf von Staatsanleihen bekanntzugeben", sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Die Geldflut der Notenbanken treibt seit Jahren die Märkte. "Zugleich wirkt der sinkende Ölpreis auf Konsumenten und Unternehmen wie Steuersenkungen. Die Weltwirtschaft wird angetrieben, da auch China, Japan und Indien profitieren.“

Aktie ist ein Chance für Mutige

Von einem massiven Ankauf von Staatsanleihen wird die ganze Bankenbranche profitieren. Bei der Deutschen Bank sorgt zudem die Aussicht auf eine neue Strategie für Kursfantasie. Der Markt sinnvolle Sparmaßnahmen von den Vorständen Jain und Fitschen. Die Kostenquote liegt bei der Deutschen Bank mit deutlich über 70 Prozent immer noch viel zu hoch. DER AKTIONÄR sieht den fairen Wert bei 33 Euro. Der Stopp sollte bei 21,50 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0