8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
04.12.2014 Andreas Deutsch

Deutsche Bank: Hartes Jahr, versöhnliches Ende - und wie wird 2015?

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Deutsche Bank

Deutsche-Bank-Aktionäre mussten die meiste Zeit des Jahres 2014 gute Nerven haben. Auch wenn die Aktie in den vergangenen Wochen angezogen hat: Seit Jahresanfang notiert der Titel mit 20 Prozent im Minus. Das Schlimmste sollte überstanden sein, die Aktie hat Luft.

Die Mehrheit der Analysten sieht die Deutsche Bank auf einem guten Weg. Im Schnitt rechnen sie für 2015 mit einem Nettogewinn von 3,7 Milliarden Euro, während sie für das laufende Jahr ein Ergebnis von 1,18 Milliarden Euro erwarten. Es stellt sich aber auch für 2015 die Frage, inwiefern Rückstellungen den Gewinn der Deutschen Bank belasten werden. Bislang hat die Deutsche Bank rund drei Milliarden Euro für mögliche Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt.

In Bezug auf die Dividende können sich die Anleger laut Analystenschätzungen im kommenden Jahr auf 75 Cent je Aktie freuen. Aktuell ergibt sich damit eine Dividendenrendite von 2,8 Prozent. Das ist nicht viel, aber immer noch mehr als das, was die meisten vermeintlich sicheren Staatsanleihen, Tagesgeldkonten und Sparbücher abwerfen.

19 von 44 Analysten, die die Aktie beobachten, stufen die Deutsche Bank mit „Kaufen“ ein. 18 Experten sagen „Halten“, sieben „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel lautet auf 30,82 Euro.

Charttechnisch sieht es gut aus für die Deutsche Bank. Die Aktie lässt den von Januar an gültigen Abwärtstrend weiter hinter sich. Der Widerstand bei 28 Euro sollte noch in diesem Jahr überwunden, vorausgesetzt, die Weihnachtsrallye dauert an. DER AKTIONÄR erwartet, dass die Aktie im kommenden Jahr ihren fairen Wert bei 33 Euro erreicht. Der Stopp sollte bei 21,50 Euro gesetzt werden.

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