DAX-Titel unter Beschuss, was nun?

DAX-Titel unter Beschuss, was nun?
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Thorsten Küfner 13.02.2026, 07:58 Thorsten Küfner

Das tat weh: Einer der stärksten DAX-Titel der vergangenen Jahre, Heidelberg Materials, verbilligte sich im gestrigen Handel um satte zehn Prozent. Ausgehend vom Hoch bei 241,80 Euro sind es bereits 25 Prozent. Für Abgabedruck sorgten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz beim Treffen energieintensiver Industrien in Antwerpen.

Seine Aussagen befeuerten erneut die Diskussion, ob bestehende Klimaschutzauflagen womöglich gelockert werden könnten. In Finanzkreisen wird der DAX-Konzern bislang als Unternehmen gesehen, das besonders von strengen Vorgaben profitiert. Wie Bloomberg berichtet, stand bei dem Gipfel vor allem das europäische Emissionshandelssystem (ETS) in der Kritik. Hintergrund sind die hohen CO₂-Preise und deren Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere in Branchen wie Chemie und Zement. Merz stellte demnach klar, dass das ETS ursprünglich dazu gedacht sei, Emissionen zu reduzieren und zugleich Unternehmen den Weg in eine klimaneutrale Produktion zu erleichtern. Sollte sich jedoch herausstellen, dass dieses Ziel nicht erreicht werde oder das Instrument ungeeignet sei, müsse man bereit sein, Anpassungen vorzunehmen oder die Umsetzung zeitlich zu strecken.

Heidelberg Materials hat sich in den vergangenen Jahren eine führende Rolle bei der Dekarbonisierung und der CO₂-Abscheidung in der Zementproduktion erarbeitet. Investoren rechneten daher mit Wettbewerbsvorteilen, sobald kostenlose Emissionszertifikate auslaufen. Würde diese Regelung jedoch verlängert, fiele der erwartete Kostenvorsprung entsprechend geringer aus.

Heidelberg Materials (WKN: 604700)

Es bleibt dabei: Heidelberg Materials ist gut aufgestellt und verfügt über gute Perspektiven. Die Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate sorgt letztlich dafür, dass der DAX-Konzern, der bei der Vermeidung von CO2-Emissionen eigentlich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz hätte, diesen nun vorerst nicht hat. Dies sollte durch den kräftigen Kursrückgang aber mittlerweile mehr als eingepreist sein. Wer bei der AKTIONÄR-Altempfehlung investiert ist, bleibt dabei und beachtet weiterhin den Stoppkurs bei 180,00 Euro. 

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