Der deutsche Leitindex hat am Donnerstag die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten verloren. Am Ende des Handelstages stand ein Minus von 1,03 Prozent auf 24.939,35 Zähler. Noch deutlicher fiel der Rückschlag beim MDAX aus: Der Index der mittelgroßen Werte sank um 1,92 Prozent auf 30.251,37 Punkte.
Der Grund für die Abgaben: Hohe Ölpreise und steigende Anleiherenditen lasteten bereits am Vormittag auf den Kursen. Am Nachmittag drückten dann schwache US-Börsen zusätzlich auf die Stimmung. Im Tagestief rutschte der DAX bis auf 24.831 Punkte ab. Genau dort griff jedoch die 200-Tage-Linie als technische Unterstützung ein. Anleger nutzten das Niveau für Zukäufe, auch wenn die Erholung vor Handelsschluss wieder abebbte.
Bayer bricht ein, Zement und Reifen trotzen dem Trend
Während der Gesamtmarkt nachgab, setzten ausgewählte Einzelwerte positive Akzente. An der DAX-Spitze stiegen die Aktien von Heidelberg Materials um 2,8 Prozent. Das Analysehaus Jefferies rechnet im dritten Quartal trotz eines schwierigen Umfelds mit operativem Wachstum und stabilen Jahreszielen. Auch Continental hielt sich im Plus: Die Papiere legten um 0,4 Prozent zu. Die UBS hält nach positiven Signalen des Managements sogar eine Erhöhung der Jahresprognose für möglich.
Ganz anders verlief der Tag für Bayer. Mit einem Minus von 5,3 Prozent war der Agrar- und Pharmakonzern das Schlusslicht im Leitindex. Laut JPMorgan sind die Markterwartungen für das dritte Quartal zu hoch angesetzt. Auch Fresenius verlor an Wert: Die Aktie gab 2,1 Prozent nach. Der Konzern übernimmt die verbliebenen 45 Prozent an der Biopharma-Tochter mAbxience für bis zu 750 Millionen Euro.
Geteilte Signale im Rüstungssektor
Uneinheitlich reagierten die Rüstungswerte auf neue Einstufungen der Bank of America. Die Aktie des Getriebeherstellers Renk verlor 2,7 Prozent, nachdem die Bank ihre Kaufempfehlung strich. Bei Hensoldt griffen die Anleger dagegen zu: Die Titel des Elektronikspezialisten legten um 0,9 Prozent zu, gestützt durch eine bestätigte Kaufempfehlung.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Renk, Bayer.
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