Heidelberg Materials blickt nach einem erfolgreichen zweiten Quartal mit Zuversicht auf die weitere Entwicklung im laufenden Jahr. Der Baustoffkonzern konnte sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis zulegen. Unternehmenschef Dominik von Achten sprach von einer spürbaren Belebung der Nachfrage in wichtigen Kernmärkten.
"Eine erste spürbare Nachfrageerholung in unseren Kernmärkten hat zur guten Geschäftsentwicklung beigetragen", sagte von Achten am Donnerstag in Heidelberg laut einer Unternehmensmitteilung.
Neben der verbesserten Marktentwicklung habe auch die strategische Ausrichtung des Konzerns zum Wachstum beigetragen. Heidelberg Materials habe das eigene Wachstum durch gezielte Transaktionen weiter vorangetrieben, erklärte das Unternehmen. Für die zweite Jahreshälfte zeigte sich der Vorstandsvorsitzende optimistisch und bekräftigte die grundsätzliche positive Einschätzung zur Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig konkretisierte der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr.
Für 2026 erwartet Heidelberg Materials nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) zwischen 3,4 und 3,65 Milliarden Euro. Damit soll mindestens das Niveau des Vorjahres erreicht werden. Die neue Prognose liegt allerdings leicht unter der bisherigen Planung, die einen Wert von bis zu 3,75 Milliarden Euro vorsah.
Im zweiten Quartal konnte das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro gesteigert werden. Damit lagen die Zahlen ungefähr im Rahmen der Erwartungen der Analysten. Der Konzernumsatz erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 6,4 Prozent auf 6,04 Milliarden Euro.
Auch beim Konzernergebnis verzeichnete Heidelberg Materials im ersten Halbjahr eine Verbesserung. Nach Steuern und Anteilen Dritter blieb ein Gewinn von 738 Millionen Euro übrig, nachdem im Vorjahreszeitraum 686 Millionen Euro erreicht worden waren. Angaben zum Nettoergebnis veröffentlicht das Unternehmen traditionell nur für das Halbjahr.
Die Zahlen und der Ausblick können sich durchaus sehen lassen. Ob das aber reicht, um dem in den vergangenen Wochen und Monaten etwas schwächelnden Kurs nachhaltig Auftrieb zu verleihen, muss noch abgewartet werden. Daher drängt sich aktuell kein Einstieg auf. Der DAX-Titel sollte aber auf der Watchlist belassen werden.
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