25.08.2015 Andreas Deutsch

DAX-Horror: Das sagen die Profis

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Trendthema

Der DAX hat am Dienstag nach dem Crash zu Wochenbeginn einen Erholungsversuch gestartet. Etliche Experten halten den Kurseinbruch für übertrieben. Doch wie nachhaltig ist die Gegenbewegung?

Zu besagten Experten zählt Philip Saunders, Co-Head des Multi Asset Teams von Investec Asset Management. „Die jüngsten Entwicklungen sind kein Grund für allzu großen Pessimismus. Die gesamtwirtschaftlichen Fundamentaldaten bleiben günstig, die Bewertungen sind vernünftig bis gut und die bereits defensive Positionierung von Anlegern lässt eine Erholung der Kurse vermuten.“

Laut den Analysten der schweizerischen Bank Credit Suisse blicken die Investoren mittlerweile zu pessimistisch auf die Weltwirtschaft. Marktanalyst Michael Hewson vom Wertpapierhändler CMC Markets UK gibt aber zu bedenken, dass sich die negative Grundstimmung am Aktienmarkt in den kommenden Tagen ändern müsse. Sonst drohten weitere Verluste.

Nach Einschätzung von Lutz Neumann, Leiter Vermögensberatung der Sutor Bank, verhalten sich die Anleger derzeit mal wieder wie Lemminge. „Einzelne haben verkauft und einer nach dem anderen folgt.“

Die Abwärtsspirale, wenn sie einmal in Gang gesetzt wurde, sei nur schwer aufzuhalten. „Das ist eindeutig ein Risikofaktor. Auf der anderen Seite ist die jüngste Entwicklung an den Aktienmärkten Psychologie, das heißt wenig getragen von harten Daten aus der Wirtschaft. Sowohl in Nordamerika als auch in Europa sind die Aussichten für die Konjunktur unverändert positiv.“
Ein großes Fragezeichen stehe hinter der Entwicklung in China. „nd hier liegt auch die Chance“, meint Neumann. „Durch die gedämpften Erwartungen ist die Stimmung sehr schlecht. Erfahrungsgemäß drehen Abwärtstrends immer dann, wenn die Stimmung am schlechtesten ist. Alle Angsthasen haben verkauft und können mangels Bestand keine weiteren Aktien mehr verkaufen.“

(Mit Material von dpa-AFX)


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