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DAX holt Luft – Lufthansa gibt massiv Gas

DAX holt Luft – Lufthansa gibt massiv Gas
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Marion Schlegel 08.06.2020, 18:37 Marion Schlegel

Der DAX hat in seiner rasanten Erholungsrallye eine Verschnaufpause eingelegt. Der deutsche Leitindex büßte am Montag zwischenzeitliche Gewinne ein und schloss 0,22 Prozent tiefer bei 12.819,59 Punkten. Bis zum Mitte Februar erreichten Rekordhoch fehlen nur noch knapp acht Prozent. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,77 Prozent auf 26.991,10 Punkte nach unten.

DAX (WKN: 846900)

Der DAX hat inzwischen einen Großteil des vierwöchigen Corona-Crashs bis Mitte März bereits wieder aufgeholt. Treiber dabei waren Konjunkturstimuli der Notenbanken und Regierungen sowie Lockerungen in der Corona-Krise.

Das Überschreiten der 200-Tage-Durchschnittslinien in vielen Aktienindizes zeige, dass die Märkte den Crash überwunden haben dürften und die Gefahr eines zweiten Einbruchs gebannt sei, schrieb Anlagestratege Michael Winkler von der St. Galler Kantonalbank Deutschland.

DER AKTIONÄR ist seit dem 27. Mai long im DAX. Der Turbo-Optionsschein mit der WKN DFJ36C ist in dieser Zeit massiv gestiegen auf nun 22,01 Euro. Der Stoppkurs wurde mehrmals auf zuletzt 18,30 Euro nachgezogen. Anleger bleiben hier an Bord.

Die Top-Gewinner und -Verlierer des Tages

Unter den Einzelwerten setzten die Lufthansa-Aktien an der DAX-Spitze ihre Aufholjagd nach dem Corona-Crash mit einem Plus von rund neun Prozent fort. Dabei ließen sich die Anleger auch nicht von neuen pessimistischen Analystenstimmen beirren.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Im starken Bankenumfeld bauten die Papiere der Pfandbriefbank ihre jüngsten Gewinne ebenfalls aus. Sie gewannen als Top-Wert im MDAX 13,5 Prozent. Die Anteilscheine der Deutschen Bank rückten im DAX um fast vier Prozent vor.

Ferner zog Wirecard abermals die Blicke auf sich. Der Zahlungsabwickler kommt nicht zur Ruhe. Nach Durchsuchungen der Geschäftsräume durch die Staatsanwaltschaft vor dem Wochenende waren die Papiere anfangs um mehr als sieben Prozent abgerutscht, drehten dann aber ins Plus und schlossen 1,7 Prozent höher. Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft gegen den Vorstand des Konzerns. Es gehe um den Verdacht der Marktmanipulation. Diese Art von Nachrichten seien sicher negativ für die Aktien, sie brächten aber fundamental keine neuen Hintergründe mit sich, schrieb Analyst Stephane Houri von der Investmentbank Oddo BHF.

Wirecard (WKN: 747206)

Für die Aktien des Laborausstatters Sartorius senkte die schweizerische Bank UBS den Daumen und rät nun zum Verkauf. Am MDAX-Ende verloren die Anteilsscheine rund neun Prozent.

An der Spitze des Nebenwerte-Index SDAX schnellten die Aktien von Corestate Capital um 7,5 Prozent hoch. Die Papiere des Immobilieninvestors profitierten davon, dass die Privatbank Hauck & Aufhäuser sie auf eine Auswahlliste gesetzt hatte und ihnen damit ein besonders hohes Aufwärtspotenzial zutraut.

Corestate Capital (WKN: A141J3)

(Mit Material von dpa-AFX)

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